US-Militärregierung reguliert 1945 in Bayern Preise für Übersetzungen

In Deutschland entstand nach Ende des Zweiten Weltkriegs in den vier Besatzungszonen ein enormer Bedarf an Dolmetsch- und Übersetzungsdienstleistungen. Übersetzungsbüros schossen wie Pilze aus dem Boden. Jeder, der in der Schule ein paar Jahre Fremdsprachenunterricht genossen hatte, diente sich den Besatzern als Dolmetscher an.

Die hohe Nachfrage führte zu steigenden Preisen. Über die hohen Preise gingen Beschwerden bei der Militärregierung ein. Jedenfalls sahen sich die Amerikaner sechs Monate nach Kriegsende gezwungen, die Preise für Übersetzungen zu regulieren.

Als verbindlich wurden die schon einige Jahre alten Preisempfehlungen der „Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen“ und des „Akademischen Übersetzungs- und Dolmetscherbüros des Studentenwerks München“ erklärt. Diese Preislisten wurden allen Sprachmittlern zugeschickt – mit der Anweisung, sich daran zu halten.

Im wöchentlichen Bulletin der Militärregierung vom 24. November 1945 ist dazu folgender Abschnitt zu finden:

Miltiärregierung

[Quelle: Military Government – Weekly Information Bulletin, No. 18, 24. November 1945, Seite 26. Herausgegeben vom Office of the Director, Office of Military Government (U.S. Zone), United States Forces European Theater, Reports and Information Branch.]

WordPress theme: Kippis 1.15