Europatag: EU-Dolmetscher Gerald Dichtl stellt Schülern Berufspraxis vor

Wegen des von der Bundesregierung ausgerufenen Europatages an allen deutschen Schulen lud das Deutschherren-Gymnasium in Aichach den EU-Dolmetscher Gerald Dichtl und einen Europaabgeordneten ein.

Dichtl war früher selbst Schüler des Aichacher Gymnasiums und studierte anschließend am Sprachen- und Dolmetscherinstitut (SDI) in München Französisch, Italienisch und Spanisch. Heute beherrscht er sechs Sprachen und arbeitet als Simultandolmetscher bei der Europäischen Kommission in Brüssel.

Er beschrieb den Schülern sein Arbeitsumfeld mit 67 fest angestellten Dolmetschern, die 23 Sprachen bearbeiten, erklärte, was „Simultan-“ und „Relaisdolmetschen“ bedeutet, warum Dolmetscher stets zu zweit in der Kabine sitzen und mindestens drei Sprachen beherrschen müssen. Außerdem beschrieb er die Einstellungsvoraussetzungen bei der EU.

Die Berufsaussichten für Dolmetscher bei der EU sind nach Angaben von Dichtl gut. Im vergangenen Jahr seien allein an seiner Arbeitsstelle für die deutschsprachige Kabine drei neue Dolmetscher eingestellt worden und der Bedarf werde in den nächsten fünf Jahren wachsen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Augsburger Allgemeine, 2009-03-10.]

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