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Übersetzermangel beim FBI bremst Terrorabwehr
Bei der amerikanischen Bundespolizei FBI wächst der Berg an verdächtigem Material, das nicht ausgewertet werden kann, weil es an Übersetzern mangelt. Diese Missstände prangert jetzt ein Untersuchungsbericht des Justizministeriums an.
Zurzeit gebe es einen Rückstau von 14,2 Millionen E-Mails und 1,2 Millionen Stunden Tonaufzeichnungen, die noch nicht durchschnüffelt werden konnten. Während das Verdachtsmaterial ständig zunehme, sei die Zahl der FBI-Übersetzer zwischen 2005 und 2008 von 1.338 auf 1.298 gesunken.
Die Arbeitsbelastung für Übersetzer sei seit den Anschlägen vom 11. September 2001 um mehr als das Doppelte gestiegen. Deshalb greife man zur Vorfilterung auf maschinelle Übersetzungssysteme und andere Verfahren der Textanalyse zurück.
Problematisch sei auch die Rekrutierung neuer Übersetzer. Derzeit dauere es im Durchschnitt 19 Monate, bis eine freie Stelle neu besetzt werden könne.
[Text: Richard Schneider. Quelle: NZZ, 2009-10-28. Bild: FBI.]