Berliner Polizei überwacht Palästinenser-Demo mit vereidigten Arabisch-Dolmetschern

Mit zwei Arabisch-Dolmetschern hat die Berliner Polizei am 15.12.2017 eine von Palästinensern und Arabern organisierte anti-amerikanische und anti-israelische Demonstration begleitet, wie aus den offiziellen Tweets hervorgeht. Darin heißt es:

  • „Bevor die Demo vom Adenauerplatz über den Kudamm zum Wittenbergplatz laufen wird, wurden eben die Auflagen in arabischer und deutscher Sprache verlesen.“
  • „Zwei vereidigte Dolmetscher werden die gesamte Demo begleiten. Der Ton wird die gesamte Zeit aufgezeichnet. Dies ist [mit dem] Versammlungsleiter im Vorfeld besprochen worden. Strafbare Äußerungen werden wir nicht hinnehmen.“
  • „Die Demo ist soeben losgelaufen. Ein Dolmetscher meldete uns kritische Äußerungen aus dem Aufzug. Es wird nun eine dauerhafte Videoaufzeichnung stattfinden.“

Anlass für die Proteste war die Erklärung des amerikanischen Präsidenten Trump, dass die USA die Hauptstadt Israels als Hauptstadt Israels anerkennen und ihre Botschaft dorthin verlegen werden.

Das war bereits 1995 von beiden Häusern des Kongresses mit überwältigenden Mehrheiten so beschlossen und von den Präsidenten Clinton, Bush und Obama stets bekräftigt, aber nie umgesetzt worden.

Die EU unterhält schon lange eine Vertretung in Jerusalem (Office of the European Union Representative). Diese befindet sich im palästinensischen Ostteil der Stadt auf dem Ölberg und ist eine Nebenstelle der für die Palästinenser gedachten Hauptvertretung in Gaza.

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[Text: Richard Schneider. Bild: Daniel Etzold/Fotolia (Symbolbild), Richard Schneider.]

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