Titus Müller: Die Dolmetscherin

Titus Müller Die Dolmetscherin Roman
Bild: Heyne

Die Dolmetscherin heißt ein 2025 erschienener Roman, dessen Hauptperson eine Dolmetscherin bei den Nürnberger Prozessen ist.

„Mit Fakten und Fiktion erzählt Titus Müller eine große Geschichte vor dem Hintergrund historischer Ereignisse“, schreibt der Heyne-Verlag. Im Klappentext heißt es:

Asta arbeitet als Dolmetscherin im Kurhotel „Palace“ in Mondorf-les-Bains, wo die US-Armee gefangengenommene Nazi-Größen interniert.

Am 20. Mai 1945 reist ein neuer Gast an. Er bringt 16 Koffer, eine rote Hutschachtel und seinen Kammerdiener mit. Es ist Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Hitlers designierter Nachfolger.

Asta übersetzt bei den Verhören, reist dann mit nach Nürnberg zu den Prozessen und wird jeden Tag im Gerichtssaal anwesend sein, die abscheulichsten Dinge zu hören bekommen und sie zudem ins Englische übertragen müssen.

Umso empfänglicher ist sie für Leonhard, ein junger, sensibler Mann, der ihr sanft den Hof macht.

Doch seine Vergangenheit ist undurchsichtig und er stellt verdächtig viele Fragen zu den Prozessen …

Ähnliche Thematik wie beim Roman Deutsches Haus von Annette Hess

Die Thematik erinnert an den 2018 bei Ullstein erschienenen Roman Deutsches Haus von Annette Hess, der von einer Dolmetscherin beim Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 handelt.

Titus Müller Die Dolmetscherin Roman
Bild: Heyne

Bibliografische Angaben

  • Titus Müller (2025): Die Dolmetscherin. München: Heyne.

Autor ist auf Lesereise

Müller unternimmt 2025/26 eine ausgedehnte Lesereise mit mehr als zwei Dutzend Terminen. Die nächsten Veranstaltungen finden Sie im UEPO-Veranstaltungskalender.

Im Münchner Merkur ist ein Bericht über eine der Lesungen erschienen: Der spannendste Geschichtslehrer des Landes: Titus Müller erzählt Nürnberger Prozesse völlig neu.

Richard Schneider