Nach Einstufung als „unerwünschte Organisation“: DAAD stellt Arbeit in Russland ein

Joybrato Mukherjee
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee - Bild: Jonas Ratermann / DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt seine Arbeit in der Russischen Föderation ein. Das russische Justizministerium hatte den DAAD am 10. Februar 2026 zur „unerwünschten Organisation“ erklärt.

Infolge dieser Entscheidung werden das DAAD-Büro in Moskau sowie das vom DAAD verantwortete „Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus“ (DWIH) Moskau geschlossen.

DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee erklärt dazu:

Wir bedauern diese Entscheidung der russischen Regierung. In den vergangenen Jahren gab es vor Ort weiterhin Interesse an DAAD-Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland.

Zugleich gilt: Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben wir im Konsens mit den anderen Wissenschaftsorganisationen festgelegt, dass es keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gibt und auch keine Stipendien mehr für ein Studium in Russland.

Unverändert sind rund 10.500 russische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, und Russinnen und Russen können sich, zum Beispiel aus Drittländern, weiterhin auf DAAD-Stipendien bewerben.

Aktuell befinden sich rund 200 russische Staatsbürger mit einem DAAD-Stipendium für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Der DAAD hatte zuletzt jährlich rund 170 Stipendien an russische Studenten, Promovenden und Wissenschaftler für Aufenthalte in Deutschland vergeben.

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Michael Flacke / DAAD