James-Krüss-Preis 2026 für niederländische Autorin Anna Woltz und Übersetzerin Andrea Kluitmann

James-Krüss-Preis
Bild: James-Krüss-Preis

Der „James-Krüss-Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur“ geht 2026 an die niederländische Autorin Anna Woltz und ihre Übersetzerin Andrea Kluitmann. Er ist mit 8.000 Euro dotiert.

Die Jury schreibt zur Begründung:

Anna Woltz schaut mit offenen Augen auf die gegenwärtige Lebensrealität jener, für die und über die sie erzählt. Die Autorin, die schon als Jugendliche erste Schreiberfahrungen sammelte, hat innerhalb eines guten Jahrzehnts ein beeindruckendes Werk geschaffen. Mit außergewöhnlicher Präzision, einer exzellenten Figurengestaltung und wunderbar pointierten Dialogen erzählt sie von Kindern und Jugendlichen, deren Welt aus den Fugen geraten ist. […]

Bei aller Schwere der Themen bewahrt Anna Woltz eine überraschende Leichtigkeit und einen feinen Witz. Ihre Figuren stattet sie nicht nur mit Eigensinn, Mut und Zuversicht aus, sondern auch mit unverwechselbaren Erzählstimmen

Meisterhaft ins Deutsche übertragen

Über die Übersetzerin sagt die Jury:

Mit Anna Woltz wird ihre Übersetzerin Andrea Kluitmann gewürdigt, die den soghaften Sprachduktus der Autorin und die unterschiedlichen Stimm- und Gefühlslagen der Figuren meisterhaft ins Deutsche überträgt.

Seit mehr als zehn Jahren ist sie nicht nur eine sprachlich herausragende Brückenbauerin für Anna Woltz‘ Werk, sondern auch freundschaftlich der Autorin eng verbunden.

Jury aus Jugendbuchexperten

Jury-Mitglieder waren Prof. Dr. Ute Dettmar, Institut für Jugendbuchforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Franz Lettner, Institut für Jugendliteratur Wien und Chefredakteur von „1001 Buch“, Eva-Maria Magel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, und Dr. Christiane Raabe, Stiftung Internationale Jugendbibliothek, München.

Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen

Der James-Krüss-Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur wird alle zwei Jahre für ein Werk vergeben, das durch sprachliche Brillanz, Originalität, fantasievolles Erzählen, Formenvielfalt und Humanität überzeugt. Bei ausländischen Preisträgern wird auch die deutschsprachige Übersetzung des Werks gewürdigt.

Gestiftet hat den Preis die Erbengemeinschaft von James Krüss, die ihn 2012 ins Leben rief und die Internationale Jugendbibliothek in München mit der Durchführung beauftragt hat. Die Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert.

Preisverleihung im Juli

Die Preisverleihung soll am 2. Juli 2026 um 19:00 Uhr in der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg in München im Rahmen der Festaktivitäten zum Jubiläum „100 Jahre James Krüss“ stattfinden.

PM JKP