Konferenz Languages & The Media feiert 30-jähriges Jubiläum in London

Languages & the Media
Bilg: LM

London ist Gastgeber der 16. Ausgabe von Languages & The Media, der internationalen Konferenz und Messe für die Lokalisierung audiovisueller Medien. Sie findet vom 4. bis 6. November 2026 im Senate House des University College London (UCL) statt.

Die in zweijährigem Rhythmus abgehaltene Konferenz fand über Jahrzehnte stets in Berlin statt. 2024 wagte man dann ein Gastspiel im Ausland, nämlich in Budapest.

Die diesjährige Veranstaltung in London markiert das 30-jährige Jubiläum der Konferenz und soll erneut zum Treffpunkt von Fachleuten aus dem gesamten Bereich der Medienlokalisierung und der barrierefreien Kommunikation werden.

Die in Zusammenarbeit mit dem (UCL) organisierte Ausgabe 2026 fällt mit dem 200-jährigen Jubiläum der Universität zusammen.

„Sprachen & Medien“ alle zwei Jahre seit 1996

Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 hat sich „Languages & The Media“ bzw. unter der deutschen Bezeichnung „Sprachen & Medien“ zu einem wichtigen internationalen Forum für den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft und politischen Akteuren entwickelt, die in den Bereichen audiovisuelle Übersetzung, Lokalisierung und Medienbarrierefreiheit tätig sind.

Thema: „Moving Images That Move Audiences – Localizing with Intent“

Die Ausgabe 2026 legt besonderen Wert auf Fragen nach Zweck, Verantwortung und langfristiger Nachhaltigkeit, da die Branche derzeit einen starken technologischen und strukturellen Wandel durchläuft.

Unter dem Thema „Moving Images That Move Audiences: Localizing with Intent“ befasst sich die Konferenz damit, wie Sprache, Technologie und kreative Praxis bei der Gestaltung des Zuschauererlebnisses zusammenwirken.

Das Programm beleuchtet Entwicklungen in der Branchenpraxis, darunter sich wandelnde Wertvorstellungen, Qualitätsrahmen und Arbeitsbedingungen, sowie den raschen technologischen Wandel, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Automatisierung und der Rolle menschlicher Expertise. Zudem werden neue Forschungsrichtungen in der audiovisuellen Übersetzung beleuchtet, wobei der Schwerpunkt auf nutzerzentrierten und interdisziplinären Perspektiven liegt.

Barrierefreiheit durch Untertitelung und Synchronisation

Außerdem werden aktuelle Praktiken im Bereich des Sprachzugangs untersucht, von der Untertitelung und Synchronisation bis hin zur Audiodeskription, Gebärdensprache und anderen Formen der Barrierefreiheit.

Lokalisierung von Videospielen

Weitere Schwerpunkte sind die Lokalisierung von Videospielen. Das Programm befasst sich zudem mit den politischen und sozialen Dimensionen des Fachgebiets, darunter Ethik, Nachhaltigkeit, Inklusion und die weiterreichenden gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der Medienlokalisierung.

Drei Tage volles Programm

Das dreitägige Programm bringt Praktiker, Content-Ersteller, Plattformvertreter, Sprachdienstleister, Technologieentwickler, Forscher und politische Entscheidungsträger zusammen. Geboten werden Workshops, Diskussionen und Präsentationen, die sich auf Herausforderungen der Berufspraxis und aktuelle Entwicklungen in der Branche konzentrieren.

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Richard Schneider