Auch in diesem Jahr heißt es in Köln wieder: „Mir fiere uns Sproch!“ (Wir feiern unsere Sprache.) Der „Daach der kölschen Sproch“ (Tag der kölschen Sprache) findet 2026 bereits zum dritten Mal statt – und zwar am Sonntag, dem 27. September 2026.
Mit dem stadtweiten Aktionstag feiern die Stadt Köln und Oberbürgermeister Torsten Burmester zusammen mit Günther „Bömmel“ Lückerath, Gründungsmitglied der Bläck Fööss, und den Freunden und Förderern des Kölnischen Brauchtums e.V. die traditionsreiche Mundart.
Ziel ist, das kulturelle Erbe lebendig zu halten, Menschen aller Generationen für die Mundart zu begeistern und die Sprache im Alltag wieder stärker zu verankern.
Kölsch gefährdet?
In Köln selbst hält man das sprachliche Erbe der Region für gefährdet – auch wenn dies für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist.
Gibt es doch keine andere Großstadt im deutschen Sprachraum, in der die Mundart derart präsent ist und gefeiert wird wie in der rheinischen Metropole. Und kein anderer Dialekt hat eine derart vielfältige, vitale und kommerziell erfolgreiche Musikszene hervorgebracht – mit einer Spannbreite, die vom karnevalistischen Schunkelgesang über die Bläck Fööss bis BAP reicht.

Oberbürgermeister Torsten Burmester erläutert:
Die kölsche Sprache stiftet Zusammenhalt und verbindet Generationen von Kölnerinnen und Kölnern. Auch steht sie für ein besonderes Lebensgefühl, mit dem sich auch diejenigen identifizieren, die sich mit dem gesprochenen Kölsch schwertun. Mit dem Aktionstag feiern wir dieses Kulturgut und werben dafür, die kölsche Sprache zu bewahren und lebendig zu halten.
Institutionen, Unternehmen, Vereine sowie alle Kölner sind aufgerufen, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen. Ob kulturelle Veranstaltungen, Mitmachaktionen oder kreative Projekte: Ziel ist es, die kölsche Sprache in all ihren Facetten sichtbar und erlebbar zu machen.
Der Aktionstag bietet eine ideale Gelegenheit, die kölsche Sprache neu zu entdecken, gemeinsam zu erleben und in die Zukunft zu tragen.

Hintergrund zum Tag der kölschen Sprache
Auf Initiative von Bläck Fööss-Gründungsmitglied Günther „Bömmel“ Lückerath rief 2024 die damalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit Bernhard Conin für die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e. V. und dem anerkannten Brauchtumsspezialisten Wolfgang Oelsner einen Aktionstag zur Stärkung der kölschen Sprache ins Leben.
In kölschen Liedern und im Karneval ist die Kölner Mundart noch sehr präsent. In der Alltagskommunikation dagegen kommt sie kaum noch vor. Die UNESCO zählt das Kölsch sogar zu den vom Aussterben bedrohten Sprachen.
Dieser Entwicklung möchte sich der „Daach der kölschen Sproch“ entgegenstellen. Der Termin lehnt sich an den „Europäischen Tag der Sprachen“ an, der jedes Jahr am 26. September stattfindet. Der Daach der kölschen Sproch wird jeweils am Sonntag davor oder danach begangen.









Weiterführender Link
- Programmheft zum Tag der kölschen Sprache 2026 (PDF, 74 Seiten)
PM Stadt Köln, Richard Schneider
