Deutsche Linguistik-Olympiade 2026 gestartet – Gewinner reisen nach Bukarest

Deutsche Linguistik-Olympiade, Internationale Linguitik-Olympiade
Die Gewinner der deutschen Endrunde 2025, die an der internationalen Linguistik-Olympiade in Taiwan teilnehmen durften: Daniel Pahi, Mikhail Iomdin, Leonard Kottisch, Stella Heinzelmann, Nathalie Topaj (Teamleiterin). - Bild: DLO

Der Förderverein deutsche Linguistik-Olympiade hat in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin und weiteren Einrichtungen eine nächste Runde der deutschen Linguistik-Olympiade gestartet. (Die merkwürdigerweise die Abkürzung DOL statt DLO verwendet.)

Im Wettbewerb werden knifflige Aufgaben zum Entziffern von unbekannten Schriften und Sprachen gelöst. Die Aufgaben erfordern keine fachspezifischen Vorkenntnisse. Gefragt sind Sprachgefühl und Interesse an verschiedenen Kulturen sowie logisch-analytisches Denken und Freude am Erkennen von Mustern.

Welche Ziele verfolgt der Wettbewerb?

Die deutsche Linguistik-Olympiade verfolgt das Ziel, linguistische Forschung sowohl in Schulen als auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Sie bietet Unterstützung für sprachlich interessierte Menschen und fördert die (internationale) Vernetzung von Schülern.

Im Mittelpunkt steht die Förderung des Interesses an Sprache – sei es als kulturelles Kommunikationsmittel, als Grundlage für die Wissensspeicherung oder als kognitives Werkzeug, das auch in computertechnischen Anwendungen eine entscheidende Rolle spielt.

Der Wettbewerb fördert sowohl die individuelle Entwicklung von Schülern und ihre fachübergreifenden Begabungen als auch gegenseitige Unterstützung und Erkenntnisgewinn im Lauf des Wettbewerbs durch gemeinsame Workshops, Training und Austausch.

Die Deutsche Linguistik-Olympiade stellt gleichzeitig die Vorauswahl zur Internationalen Linguistik-Olympiade dar.

Wer kann am Wettbewerb teilnehmen?

Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe, die an einer Schule in Deutschland angemeldet sind, können am Wettbewerb teilnehmen. Um sich für die Teilnahme an der Internationalen Linguistik-Olympiade (IOL, nicht ILO) qualifizieren zu können, sollte das Mindestalter von 14 Jahren erreicht und das Alter von 19 Jahren nicht überschritten sein.

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Die deutsche Linguistik-Olympiade (DOL) erfolgt in drei Runden:

  • Die erste Runde findet online im Januar/Februar statt. Die besten Teilnehmer der ersten Runde qualifizieren sich für die nächste Runde, deren Aufgaben umfangreicher und anspruchsvoller sind.
  • Die zweite Runde findet im März ebenfalls online statt.
  • Die besten Teilnehmenden der zweiten Runde werden zum gemeinsamen Training und zur Abschlussrunde eingeladen. Die letzte Runde findet im Mai in Präsenz statt.

Die erfolgreichsten Teilnehmer reisen als Team zur internationalen Linguistik-Olympiade (IOL), die stets im Juli stattfindet, dieses Jahr in Bukarest.

Welche Anerkennungen und Preise gibt es?

Die Finalisten der zweiten Runde werden zur Endrunde, die auch ein Training beinhaltet, eingeladen. Alle Teilnehmer der Endrunde erhalten Urkunden, Buchpreise und Werbegeschenke von der Leibniz-Gemeinschaft und dem DOL-Förderverein. Die besten Teilnehmenden fahren zur IOL, die jedes Jahr im Juli stattfindet.

Die DOL bietet Gelegenheit zum Austausch mit anderen Sprachbegeisterten und mit den Linguisten, die die Auswahl begleiten.

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