Die Frankfurter Buchmesse 2026 wird seine letzte sein. Nach mehr als 20 Jahren im Amt verabschiedet sich der allseits beliebte Juergen Boos (65) anschließend in den Ruhestand. Er hat das Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich geführt und die Messe als weltweit bedeutendstes Branchentreffen der Buch- und Medienindustrie nachhaltig geprägt.
Sein Nachfolger wird im Herbst 2026 der international erfahrene Verlagsmanager Joachim Kaufmann (53), langjähriger Geschäftsführer des Carlsen Verlags (Bonnier-Gruppe). Für Bonnier verantwortete Kaufmann unter anderem die Expansion in neue Märkte sowie den Aufbau des Buchgeschäfts in Polen und China.
Joachim Kaufmann tritt am 1. September 2026 in das Unternehmen ein. Juergen Boos bleibt bis zu seinem Ausscheiden voll verantwortlich für die Frankfurter Buchmesse 2026.

Kaufmann „idealer Nachfolger“, „international bestens vernetzt“
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft, der Muttergesellschaft der Frankfurter Buchmesse, Karsten Schmidt-Hern, erklärt zu der Personalie:
Wir freuen uns sehr, dass wir Joachim Kaufmann als neuen Geschäftsführer für die Frankfurter Buchmesse gewinnen konnten. Als außerordentlich erfolgreicher und international bestens vernetzter Verlagsmanager ist er der ideale Nachfolger für Juergen Boos.
Wir sind überzeugt, dass Joachim Kaufmann die Erfolgsgeschichte der Frankfurter Buchmesse fortschreiben und zugleich neue Impulse setzen wird, damit die Messe traditionsbewusst und zukunftsfähig bleibt.
Joachim Kaufmann sagt zu seiner bevorstehenden Aufgabe:
Nach 20 großartigen Jahren bei Carlsen und der Bonnier-Gruppe freue ich mich sehr darauf, bald ein ganz neues Kapitel in meinem Berufsleben aufzuschlagen und die überaus erfolgreiche Arbeit von Juergen Boos weiterführen zu dürfen. Ich kann es kaum erwarten, mit einem tollen Team die bedeutendste Buchmesse der Welt weiterzuentwickeln.
In ihrer Funktion als wichtigstes internationales Treffen der Buchbranche muss sie der zentrale Ort sowohl für den Rechtehandel als auch für den persönlichen Austausch der gesamten Buchwelt bleiben und sich permanent den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen.
Außerdem sehe ich für den deutschsprachigen Markt beste Chancen, sie als größtes Festival für Buch und Lesen weit über Frankfurt hinaus auszubauen.

Buchmessedirektor Juergen Boos ergänzt:
Ich freue mich sehr, dass die Wahl meines Nachfolgers auf Joachim Kaufmann gefallen ist. Joachim kenne und schätze ich seit vielen gemeinsamen Jahren der Arbeit für die internationale Buchbranche und die Meinungsfreiheit. Er versteht es wie nur wenige andere Führungspersönlichkeiten in unserer Buchwelt, Menschen für seine Ideen und Überzeugungen zu gewinnen. Er und die gewachsene Kultur des Miteinanders im Team der Frankfurter Buchmesse passen ideal zusammen.
Kaufmann erfahrener Verlagsmanager und Funktionär im Börsenverein
Nach Stationen bei Herder, Christophorus, Bertelsmann (heute Penguin Random House) und Ravensburger in Vertrieb und Marketing übernahm Joachim Kaufmann im Jahr 2006 die Geschäftsführung des Carlsen Verlags, der zur schwedischen Bonnier-Gruppe gehört. In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich Carlsen unter seiner Leitung zu einem der größten deutschen Publikumsverlage. Parallel zu seiner Tätigkeit bei Carlsen übernahm Kaufmann verschiedene Funktionen innerhalb der internationalen Bonnier-Gruppe und war Mitglied in unterschiedlichen Boards, zuletzt bei Bonnier Books UK.
Im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist Joachim Kaufmann seit 2012 Mitglied im Ausschuss für Verlage. Seit rund zehn Jahren vertritt er zudem die deutschen Verlage auf internationaler Ebene, zunächst bei der International Publishers Association (IPA) und inzwischen bei der Federation of European Publishers (FEP).
PM FBM, Richard Schneider
