Literaturübersetzer protestieren gegen niedrige Honorare: „Uns reicht’s – weil es nicht reicht!“

Kampagne "Uns reicht's, weil es nicht reicht"
Bild: Kampagne "Uns reicht's, weil es nicht reicht"

Die Literaturübersetzerinnen Lisa Kögeböhn und Barbara König haben für den Hieronymustag am 30. September alle Berufskollegen zu einem Protest auf der Social-Media-Plattform Instagram aufgerufen.

Forderungen: Höheres Seitenhonorar, Verkaufsbeteiligung ab 1. Exemplar

Ihre Erklärung lautet:

Liebe Kolleg*innen, die prekäre Einkommenssituation von Übersetzenden wollen und können wir nicht länger hinnehmen!

Am Umsatz der Verlage haben wir einen wesentlichen Anteil, schließlich ist etwa jede 6. Neuerscheinung eine Übersetzung ins Deutsche. Dennoch erwirtschaften wir weniger als ein Drittel des deutschen Durchschnittseinkommens. So kann es nicht weitergehen.

Immer mehr von uns geben ihren Beruf auf oder leben in immer prekäreren Verhältnissen, immer wieder wird auf unsere Situation hingewiesen, wie zuletzt durch die Studie des VdÜ zur Einkommenssituation, über die im März dieses Jahres sowohl im Buchmarkt als auch im Börsenblatt berichtet wurde. Und es ändert sich: nichts!

Tun wir uns zusammen, tun wir was dagegen.

Wir fordern ein Mindesthonorar von 30 € pro Normseite und eine Verkaufsbeteiligung ab dem 1. Exemplar.

Derzeit liegt unser durchschnittliches Honorar bei 19,27 € – und unser durchschnittliches Jahresbrutto (!) bei knapp 20.000 €. Viele Kolleg*innen bekommen nur 15 € oder sogar 13 € pro Normseite. Davon können wir schlicht nicht leben.

Wir fordern eine gerechte Entlohnung für alle Literaturübersetzer*innen!

Unterstützt wird die Kampagne von bekannten Namen wie Ulrich Blumenbach, Sonja Finck, Gabriele Haefs, Marieke Heimburger, Ingo Herzke, Verena Maser, Karen Nölle, Lisa Palmes und gut 200 weiteren belletristischen Übersetzern.

Beispiele aus der Instagram-Kampagne

Literaturübersetzer, Instagram, Kampagne "Uns reicht's, weil es nicht reicht"

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Literaturübersetzer, Instagram, Kampagne "Uns reicht's, weil es nicht reicht"

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Literaturübersetzer, Instagram, Kampagne "Uns reicht's, weil es nicht reicht"

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Richard Schneider