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Archive für 24.10.2009
Buchmesse-Bilanz positiv: Erfolge im Übersetzungsgeschäft mit China
24.10.2009 von Richard Schneider.

Fünf Messetage, rund 3.000 Veranstaltungen und mit 290.469 Besuchern das zweitbeste Besucher-Ergebnis in sechzig Jahren Buchmessen-Geschichte, 2,9 Prozent weniger als im vergangenen Rekord-Jahr - zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse zog Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, Bilanz: „Viele Verleger haben diese Messe als die Beste seit Langem empfunden - die Gespräche waren intensiver denn je, die Atmosphäre konzentriert und ruhig.“ Darunter waren 181.155 Fachbesucher - 2,7 Prozent weniger als im Rekord-Vorjahr.
„Wir blicken auf eine optimistische Fachmesse zurück, mit einer starken Zunahme im Lizenzgeschäft“, so Boos. Im Literary Agents & Scouts Centre, dem Herzen des Rechte- und Lizenzhandels, waren mit 14.317 Besuchern 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr vertreten.
Die Messebesucher konnten an mehr als 500 China-bezogenen Veranstaltungen und Lesungen, Diskussionen und Vorführungen teilnehmen und auf diese Weise den Ehrengast aus unterschiedlichen Perspektiven kennen lernen. Die chinesischen Autoren zeigten sich erfreut über das immense Interesse an ihren Lesungen und Werken. Ebenso wurden täglich auf diversen Foren engagierte und kritische Gespräche zur Freiheit des Wortes, Zensur und Menschenrechten in China geführt. Und nicht zuletzt hatten sich die Medien bereits am vierten Messetag in über 5.000 Artikeln intensiv mit dem Ehrengast China auseinandergesetzt. In der Begegnung mit China wurde deutlich, dass es zum Dialog keine Alternative gibt. Diesen Dialog hat die Buchmesse versucht zu ermöglichen und zu fördern.
China verkauft 1.300 Buchlizenzen ins Ausland
Über 400 deutschsprachige Neuerscheinungen aus mehr als 180 Verlagen wurden zur Frankfurter Buchmesse aufgelegt, davon rund 160 Übersetzungen aus dem Chinesischen. Chinesische Verleger berichten von guten Geschäften. 2.019 Verträge seien auf der Messe abgeschlossen worden, davon 1.300 chinesische Werke, die ihren Weg über die Frankfurter Buchmesse ins Ausland gefunden haben. Nicht nur Verleger aus Deutschland, sondern auch z. B. aus den USA, Tschechien, dem Iran und Spanien haben intensiv das Gespräch mit China gesucht. Damit hat Chinas Auftritt in Frankfurt viel erreicht - 2004 etwa waren die deutsch-chinesischen Literaturbeziehungen noch eine Einbahnstraße: Damals wurden 660 deutsche Lizenzen nach China vergeben, aber aus China nach Deutschland nur eine.
Die Frankfurter Buchmesse, ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ist mit mehr als 7.000 Ausstellern aus über 100 Ländern die größte Buchmesse der Welt.

Bereits zum siebten Mal dabei: das Übersetzer-Zentrum …
… mit einer breiten Auswahl an Fachliteratur und Verbandszeitschriften.

Literaturübersetzer Harry Rowohlt bei einer Lesung in den Messehallen
[Text: Frankfurter Buchmesse. Quelle: Pressemitteilung Frankfurter Buchmesse, 2009-10-19. Bild: Frankfurter Buchmesse.]
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