Erfolg durch Mentoring: Diana Mouzales-Napp und ihr Übersetzungsbüro für afrikanische Sprachen

Mouzapp
September 2005: Mentorin Inès A. Melamies (Mitte) und Mentee Diana Mouzales-Napp (rechts) werden von der Landesregierung der Steiermark, Referat „Frau, Familie, Gesellschaft“, in der Kategorie „erfolgreichstes Mentoringpaar“ mit der mit 3.000 Euro dotierten „Mentora“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2000 gründete Diana Mouzales-Napp (46) in Gelsenkirchen ihr Dolmetscher- und Übersetzungsbüro für afrikanische Sprachen. Ein Jahr später wurde in Bochum von achtzehn Unternehmerinnen die Käte-Ahlmann-Stiftung gegründet, die Unternehmerinnen durch Mentoring hilfreich unter die Arme greift. Mouzales-Napp erfuhr davon und bewarb sich. Ihr wurde ein Jahr lang die international erfahrene Unternehmensberaterin Inès A. Melamies als Mentorin zur Seite gestellt.

Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Melamies konnte bei der Übersetzerin den Willen zum Erfolg spüren: „Sie ist integer, lernbegierig, sie setzt alles gleich um.“ Nach der konsequenten Weiterentwicklung des Geschäftsmodells „Dolmetscher- und Übersetzungsbüro für afrikanische Sprachen“ ließ der Erfolg nicht auf sich warten.

Die Auftraggeber – vor allem Behörden, Gerichte und Privatpersonen – kommen heute nicht mehr nur aus dem Ruhrgebiet, sondern sitzen auch außerhalb der nordrhein-westfälischen Landesgrenzen. Mouzales-Napp beschäftigt zwei fest angestellte Mitarbeiter, die Zahl der freien Mitarbeiter ist von 10 auf über 350 angewachsen. Das Büro kann dadurch mehr als 100 afrikanische Sprachen und Dialekte von Afrikaans bis Zulu abdecken. Der Umsatz hat sich seit der Gründung vervierzehnfacht und in den Medien sind einige Artikel über ihre Erfolgsgeschichte erschienen, die für gute PR sorgen.

Hätte sie all das nicht auch aus eigener Kraft geschafft? Nein, meint Mouzales-Napp. Für den langfristigen Erfolg habe sie die Hilfe einer erfahrenen Unternehmerin benötigt. „Ohne Inès als meine Mentorin wäre ich nicht so weit gekommen.“ Mentorin und Mentee sind inzwischen befreundet und treffen sich auch nach der einjährigen Mentoringphase regelmäßig zum Erfahrungsaustausch.

Diana Mouzales-Napp wurde in Accra, der Hauptstadt von Ghana, geboren. Die Mutter ist Ghanaerin, der Vater Grieche. „Nach der gymnasialen Schulausbildung arbeitete ich mehrere Jahre als Chefsekretärin für international tätige Unternehmen und erlernte in diesem professionellen Umfeld die deutsche Sprache. Neben meiner beruflichen Tätigkeit absolvierte ich ein vierjähriges Theologiestudium. Seit 1996 lebe ich gemeinsam mit meinem deutschen Ehemann in Nordrhein-Westfalen“, schreibt sie auf ihrer Website.

Mouzapp

In der Welt am Sonntag und im P.T. Magazin sind Artikel über dieses erfolgreiche Mentoring-Beispiel erschienen. Die Website des Übersetzungsbüros „Mouzapp für Afrika“ finden Sie unter der Adresse www.mouzapp.de.

[Text: Richard Schneider. Quelle: Welt am Sonntag, 2006-04-02; P.T. Magazin, 2005-11-18. Bild: Mouzales-Napp, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Referat Frau, Familie, Gesellschaft.]

Babbel