Martin Luther fordert: Übersetzer sollen nicht allein sein

Einzelübersetzer wissen, dass das Übersetzen im stillen Kämmerlein zur Vereinsamung führen kann. Einer der einflussreichsten Übersetzer der Weltgeschichte, Martin Luther (1483-1546), wies bereits darauf hin, dass diese Arbeitsweise auch für die Textqualität schädlich ist: “Dolmetscher oder Übersetzer sollen nicht allein sein, denn einem Einzelnen fallen die guten und richtigen Wörter nicht immer ein.” Ein frühes Plädoyer für das Vier-Augen-Prinzip.

Zitiert nach: Erwin Mülhaupt: Luthers Evangelienauslegung. Vandenhoeck & Ruprecht, 1973. Band 2, Seite 620. Online einsehbar bei Google bücher.

Siehe auch: Luther übersetzte 10 Seiten pro Tag. Neuer Kinofilm über unseren Kollegen