
Das konzernweite Intranet (unternehmensinternes Internet) des niedersächsischen Stahlkonzerns Salzgitter AG (25.000 Beschäftigte, 10 Mrd. Euro Umsatz) wird täglich von Mitarbeitern als personalisierte Arbeits- und Informationsplattform genutzt.
Um vor allem dem steigenden Bedarf an fremdsprachigen Inhalten für die ausländischen Tochtergesellschaften nachzukommen, hat der IT-Dienstleister Panvision GmbH aus Essen die maschinelle Übersetzung von DeepL in das Intranet eingebunden. So können angeforderte Seiten umgehend in verschiedene Zielsprachen übersetzt werden.
Inhalte bisher nur in deutscher Sprache verfügbar
Das Konzern-Intranet mit seinen umfangreichen Inhalten und angebundenen Tochtergesellschaften war bisher nur in deutscher Sprache verfügbar. „Ein Großteil unserer Beschäftigten arbeitet tatsächlich in Deutschland, weshalb das Thema Übersetzung bislang in der Priorisierung immer wieder nach hinten rückte“, erklärt Doreen Grütt von der Abteilung „Konzernkommunikation & Marke“, die für das Intranet zu ständig ist. „Wir hatten die Anforderung unserer Tochtergesellschaften immer im Hinterkopf und mit den KI-Entwicklungen eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten. Also wurde es Zeit, sich Gedanken über ein passendes Konzept zu machen und wie wir die Mitarbeitenden in ihrer Sprache abholen.“
Kostengünstiges Verfahren mit einfachem Workflow gesucht
Ziel war es, eine bedarfsgerechte und möglichst kostengünstige Übersetzungsmethode zu finden, und den Workflow dabei so einfach wie möglich zu halten. „Eine Möglichkeit war natürlich, mit einem Übersetzungsbüro zu arbeiten“, erzählt Doreen Grütt und führt weiter aus: „Aber die Realität sieht einfach so aus, dass ein fertig übersetzter Artikel doch an der einen oder anderen Stelle wieder geändert werden muss und dann erneut den Weg über das Übersetzungsbüro nimmt. Mit ca. 300 Intranet-Redakteuren wäre das einfach viel zu aufwändig gewesen und daher war dieser Ansatz keine Lösung für uns.“
Es werden nur die Seiten übersetzt, die tatsächlich angefordert werden
Aufgrund des Umfangs des Intranets war ebenfalls schnell klar, dass nicht alle Seiten „auf Vorrat“ übersetzt werden sollten – sondern nur die Bereiche, die tatsächlich benötigt werden.
Gemeinsam mit Panvision kam man dann einer automatisierten Übersetzungslösung immer näher und das Projekt-Team entschied sich für DeepL den in Köln ansässigen Anbieter maschineller Übersetzungslösungen.
DeepL übersetzt in Echtzeit, Cache speichert Übersetzungen
Die KI-gestützte Sprachtechnologie von DeepL nutzt unternehmenseigene Sprachdatensätze und menschliche Expertise, um Wörter und Nuancen im Kontext präzise zu erfassen. Dadurch wird eine hohe Übersetzungsqualität erreicht, die redaktionelle Anpassungen durch die Salzgitter AG oft überflüssig macht.
Über einen Sprachumschalter können Nutzer zwischen den verschiedenen, im Intranet angebotenen Sprachen wählen. Der Text wird dann in Echtzeit über die DeepL API-Schnittstelle übersetzt.
Da der zu erwartende Übersetzungsbedarf schwer vorherzusagen ist, stellt das Kostenmodell „Zeichenverbrauch pro Monat“ des Anbieters für die Salzgitter AG eine flexible und wirtschaftliche Lösung dar. Über den Admin-Zugang kann jederzeit eingesehen werden, wie viele Zeichen für den laufenden Monat noch verfügbar sind.
Zudem werden die Inhalte über einen Proxy gepuffert, was den Vorteil hat, dass Seiten, die bereits übersetzt wurden, aus einem lokalen Cache geladen werden und somit nicht wieder neu übersetzt werden müssen. Diese Methode schont das Zeichen-Kontingent und spart so zusätzliche Kosten ein.
Glossar eingebunden
Für eine noch präzisere Übersetzung von Fach- und unternehmensspezifischen Termini, wird aktuell von Panvision ein von DeepL zur Verfügung gestelltes Glossar eingebunden. So können benannte Redakteure ganz einfach Textpassagen, die nicht zufriedenstellend bzw. korrekt übersetzt sind, markieren, und stattdessen andere Begrifflichkeiten vorschlagen, die zukünftig verwendet werden sollen.
Datenschutz- und Compliance-Anforderungen erfüllt
„Wir erhalten wirklich gute Übersetzungen und sind sehr zufrieden mit dem Einsatz von DeepL“, bestätigt Doreen Grütt und erklärt weiter: „Er erfüllt mit seinem deutschen Produkt äußerst strenge Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, wir können alles genau nach Bedarf übersetzen lassen und haben dadurch enorme Kostenvorteile – das alles sind schlagende Argumente für den Weg, den wir gewählt haben. Außerdem passt sich die Lösung flexibel an Veränderungen im Unternehmen an: Wir können zum Beispiel ganz einfach weitere Sprachen hinzufügen, auch wenn diese nur von einem kleineren Nutzerkreis benötigt werden.“
Grütt weiter: „Wichtig war es vor allem, das Projekt gemeinsam mit jemandem durchzuführen, der das zugrundeliegende Content-Management-System auch gut kennt. Da Panvision schon seit vielen Jahren unser Intranet technisch betreut und das CMS selbst entwickelt hat, wusste unser Projekt-Team ganz genau, worauf man achten muss.“
Hilfe und Erleichterung im Arbeitsalltag
Für Panvision zeigt dieses Projekt einmal mehr, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Digitalisierung verschiedener Abläufe im Unternehmen vereinfacht und auch Doreen Grütt sieht dort die Zukunft des Arbeitens: „Ich bin absolut für den Einsatz von KI und glaube, sie kann eine große Hilfe und Erleichterung im Arbeitsalltag sein. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass das Ergebnis mit KI immer nur so gut wird, wie die Anwender es verstehen sie einzusetzen.“
PM Panvision