Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung stehen fest:
- Ulrich Faure hat aus dem Niederländischen Das Lied von Storch und Dromedar von Anjet Daanje übersetzt (Friedenauer Presse, 2025)
- Tina Flecken hat aus dem Isländischen Eden von Auður Ava Ólafsdóttir übersetzt (Insel, 2025)
- Manfred Gmeiner hat aus dem Spanischen Unten leben von Gustavo Faverón Patriau übersetzt (Droschl, 2025)
- Timea Tankó hat aus dem Ungarischen Die Aussiedlung von András Visky übersetzt (Suhrkamp, 2025)
- Petra Zickmann hat aus dem Katalanischen Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis von Irene Solà übersetzt (S. Fischer, 2025)
Die Juryvorsitzende Katrin Schumacher erläutert:
Wir haben uns durch Welten gelesen und diskutiert, haben uns Können und Experiment, Leidenschaft und Kunst als Wegmarken gesetzt, sind durch die Gegenwartsliteratur gerauscht und haben es uns nicht leicht gemacht.
Am Ende haben uns die Texte überzeugt, die wir mit Freude allesamt nun in den nominierten Reigen stellen. Im Vertrauen darauf, für Entdeckung und Wertschätzung zu stehen, Haltung und Lesevergnügen, und natürlich in der Hoffnung, bei neugierigen Lesern schon vor der Messe die Zahl der Lektürestunden hochzutreiben.
Übersetzung eine von drei gleichberechtigten Kategorien
Seit über zwei Jahrzehnten würdigt der Preis der Leipziger Buchmesse herausragende Werke der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Als einzige große Literaturauszeichnung ehrt er drei Kategorien auf Augenhöhe: Belletristik, Sachbuch/Essayistik und literarische Übersetzung werden gleichberechtigt ausgezeichnet.
Bekanntgabe der Gewinner auf Leipziger Buchmesse
Für die Nominierten steigt jetzt die Spannung: Wer in den drei Kategorien gewinnt, wird am 19. März um 16:00 Uhr in der Glashalle der Leipziger Buchmesse vor Publikum bekannt gegeben.
Zuvor werden noch einmal alle Nominierten auf die Bühne gebeten. Die fünf nominierten Übersetzer werden am 19. März um 13:00 Uhr im „Forum Übersetzen“ (Halle 4, Stand C403) im Gespräch mit Zita Bereuter und Thomas Hummitzsch vorgestellt.
Und am zweiten Messetag (20. März) ist der Preisträger der Kategorie Übersetzung um 15:00 Uhr noch einmal im „Forum Übersetzen“ zu Gast.
Die Jury
Ausgewählt wurden die Nominierten von einer Jury unter dem Vorsitz von Katrin Schumacher. Neben den zwei neuen Jurymitgliedern Katharina Herrmann und Tilman Spreckelsen gehörten zu den Juroren Kais Harrabi, Judith von Sternburg, Zita Bereuter und Thomas Hummitzsch.
Aus insgesamt 485 Einreichungen von 177 Verlagen wurden 15 Titel ausgewählt, jeweils fünf pro Kategorie.
Preis gehört zu höchstdotierten deutschen Übersetzerpreisen
Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Die Nominierten erhalten jeweils 1.000 Euro, die Gewinner der drei Kategorien zusätzlich 15.000 Euro. Die drei Sieger gehen also mit jeweils 16.000 Euro nach Hause.
Finanziell gefördert wird die Auszeichnung vom Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin. Als Medienpartner fungieren der Deutschlandfunk Kultur und die Welt am Sonntag.
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Richard Schneider
