Die Summer School des MA-Studiengangs Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf widmet sich 2026 einem Thema, das Übersetzer regelmäßig vor besondere Herausforderungen stellt: dem Übersetzen derber Sprache.
Derbe Sprache weist zahlreiche Facetten und Wirkungsebenen auf, deren Erkennen und anschließende Übertragung in eine andere Sprache oftmals anspruchsvoll ist – insbesondere deshalb, weil vergleichbare Wirkungen dort häufig mit anderen sprachlichen Mitteln erzielt werden. Vor allem in Gegenwartsliteratur ist derbe Sprache jedoch allgegenwärtig, weshalb eine gekonnte Wirkungsübertragung zu den besonders gefragten Kompetenzen zählt.
Die eintägige Sommerschule findet am 25. Juni im Haus der Universität statt. Den Eröffnungsvortrag hält der Translationswissenschaftler Roberto Antonio Valdeón García. Er spricht zum Thema „(Im)politeness in Translation with a Focus on Swearwords“.
Im Anschluss erhalten die Studenten die Gelegenheit, gemeinsam mit Sophie Zeitz, der Übersetzerin des ausgezeichneten und sprachlich anspruchsvollen Romans Shuggie Bain (2021), in einem praxisnahen Workshop Strategien zur Übertragung unter anderem von Schimpfwörtern und lokal situierter Umgangssprache ins Deutsche zu erarbeiten. Der Workshop trägt den Titel „Perlen vor die Säue: What the fuck?“
Die Summer School wird abgerundet durch eine Lesung mit Margaret McDonald, deren Roman Glasgow Boys (2024) vielfach ausgezeichnet wurde.
Im Anschluss an die Lesung wird es einen Austausch mit dem deutschen Übersetzer von Glasgow Boys, Swen Lasse Awe, geben.
Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung an ma-litueb@hhu.de wird gebeten.

HHU
