Der deutsche Außenminister Dr. Johann Wadephul (CDU) hat die Mitarbeiter seines Ministeriums im Intranet angewiesen, künftig die Regeln der deutschen Rechtschreibung zu beachten.
Konkret geht es um das Gendern mit Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt, Mediopunkt oder Tiefstrich, das nun nicht mehr toleriert wird.
Zur Begründung heißt es aus dem Außenministerium gegenüber der Bild-Zeitung:
Sonderzeichen innerhalb von Wörtern sind und waren nicht Bestandteil des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung und sind daher im amtlichen Schriftverkehr der Bundesbehörden nicht vorgesehen.
Die neue Regelung sei „weit auszulegen“ und auch auf die interne Kommunikation anzuwenden.
Es wird weiter gegendert, nur nicht mehr mit Sonderzeichen
Eine Rückkehr zu einem klaren, verständlichen und vielleicht sogar eleganten Deutsch ist mit der Entscheidung aber nicht verbunden. Die sprachliche Gleichstellung von Mann und Frau sei „gesetzlicher Auftrag“, heißt es aus der Politik.
Deshalb soll künftig mit Paarformen („Bürgerinnen und Bürger“) oder geschlechtsneutralen Ausdrücken wie „Mitarbeitende“ gegendert werden. Auch die Schreibweise „Mitarbeiter/innen“ ist weiter erlaubt, nicht aber „Kolleg/innen“. Die Behörde begründet das damit, dass jeder Teil einer solchen Konstruktion für sich lesbar sein müsse, was bei „Kolleg“ nicht der Fall ist.
Das typische Bürokraten-Deutsch bleibt also auch im Außenministerium erhalten. Hierzu gehören der Blähstil durch die unnötige Beidnennung der Geschlechter und teils kuriose sprachliche Verrenkungen durch den Zwang zur Verwendung substantivierter Partizipien („Teilnehmende“).
Amtsvorgängerin Baerbock hatte aufs Gendern viel Wert gelegt
Wadephuls grüne Vorgängerin Annalena Baerbock („Steuerinnenzahler“) hatte als Verfechterin einer „feministischen Außenpolitik“ noch viel Wert auf plakatives Gendern in Wort und Schrift gelegt. Sie bemühte sich gar, die „Genderkompetenz“ der Behördenmitarbeiter durch Schulungen zu stärken.
- 2024-02-26: Lindner verbannt Gendersternchen & Co.: Im Finanzministerium gilt das amtliche Regelwerk
- 2023-07-22: „Befreiungsschlag“ – Bundesland Niederösterreich verabschiedet sich von Gendersternchen & Co.
Richard Schneider
