Christof Spitz, Dolmetscher des Dalai Lama

Christof Spitz und der Dalai Lama, Frankfurt 2009

Vier Tage lang weilte der Dalai Lama, geistliches Oberhaupt der Tibeter (und der westlichen Schickeria), Ende Juli/Anfang August 2009 in Frankfurt am Main. Auf dem Programm standen Podiumsdiskusssionen, Meditationen und Vorträge zum Thema Weltfrieden und Buddhismus.

Als Dolmetscher ständig an seiner Seite war Christof Spitz (im Bild links), im Hauptberuf Geschäftsführer des Tibetischen Zentrums Hamburg, einer buddhistischen Meditations- und Studieneinrichtung. Bereits seit 1991 begleitet der 54-Jährige, der fließend Tibetisch spricht, „Seine Heiligkeit“ auf Reisen quer durch Europa. Spitz hat in Hamburg Tibetologie studiert, ist seit 1979 Buddhist und war 13 Jahre lang Mönch – von 1981 bis 1994. Für die Studienangebote am Tibetischen Zentrum hat er zahlreiche Unterlagen aus dem Tibetischen übersetzt und aufbereitet.

Die Rhein-Zeitung hat ein Gespräch mit dem Hamburger geführt und gefragt, ob es ihm beim Dolmetschen helfe, dass er selbst Buddhist sei. „Das hilft mir sehr, weil ich mich mit dem Stoff sehr gut auskenne. Ich kann viele seiner Gedankengänge gut nachvollziehen, weil ich den Buddhismus selbst studiert habe. Außerdem spielt mein buddhistischer Glaube beim Dolmetschen eine große Rolle. Ich tue das nicht aus persönlicher Bereicherung oder um Ruhm zu erwerben. Deshalb kreisen meine Gedanken weniger um mich selbst. Das hilft mir, mich ganz genau zu konzentrieren.“ Auf die Frage, was das schönste Kompliment gewesen sei, das der Dalai Lama ihm gemacht hahe, antwortet Spitz: „Er hat mir einmal gesagt, dass er meine Arbeit und meine Verlässlichkeit schätzt. Das freut mich und macht mich zufrieden, weil ich mit meiner Arbeit einen gewissen Beitrag geleistet habe, um ihn zu unterstützen.“

[Text: Richard Schneider. Quelle: Rhein-Zeitung, 2009-07-30. Bild: Pressematerial dalailama-frankfurt.de.]

WordPress theme: Kippis 1.15