litprom: 13 Verlage erhalten Übersetzungsförderung

Das Auswärtige Amt und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia bezuschusst die Übersetzung von 14 ausländischen Titeln. Zehn Übersetzungen erscheinen bei 9 unterschiedlichen deutschen Verlagen, vier in Schweizer Verlagen. Bereitgestellt wurden dafür rund 50.000 Euro. So kann litprom, die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V., mit den Mitteln aus Deutschland und der Schweiz einen Übersetzungszuschuss bewilligen. Die Werke stammen aus Marokko, Südafrika, Sierra Leone, Pakistan, Indien, Spanien/Mexiko, Nigeria, Iran, Argentinien, Nicaragua, Syrien und Paraguay. Im Frühjahr 2012 werden folgende Titel gefördert:

  • Abdellah Taïa (Marokko). Der Tag des Königs. Roman. Originaltitel: Le jour du Roi. Aus dem Französischen von Andréas Riehle; Suhrkamp Verlag, Berlin, März 2012
  • Jenny Robson (Südafrika). Tommy Mütze. Kinderbuch. Originaltitel: Balaclava Boy. Aus dem Englischen von Barbara Brennwald; Baobab Books, Basel, Frühjahr 2012
  • Aminatta Forna (Sierra Leone/Großbritannien). Ein Lied aus der Vergangenheit. Roman. Originaltitel: Memory of Love. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini; DVA, München, April 2012
  • Mohammed Hanif (Pakistan). Alice Bhattis Himmelfahrt. Roman. Originaltitel: Our Lady of Alice Bhatti. Aus dem Englischen von Ursula Gräfe; A1 Verlag, München, März 2012
  • Kiran Nagarkar (Indien). Die Statisten. Roman. Originaltitel: The Extras. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini; A1 Verlag, München, August 2012
  • Krishna Baldev Vaid (Indien). Tagebuch eines Dienstmädchens. Roman. Originaltitel: Ek naukrani ki diary. Aus dem Hindi von Anna Petersdorf; Draupadi Verlag, Heidelberg, Juni 2012
  • Michi Strausfeld (Hg.). Dunkle Tiger. Eine Anthologie der lateinamerikanischen Lyrik 1950-2000. Aus dem Spanischen von verschiedenen Übersetzern; S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M., Mai 2012
  • Paco Ignacio Taibo II (Spanien/Mexiko). Die Rückkehr der Tiger von Malaysia. Roman. Originaltitel: El retorno de los Tigres de la Malasia. Aus dem Spanischen von Andreas Löhrer; Assoziation A, Berlin, Mai 2012
  • Sefi Atta (Nigeria). Hagel auf Zamfara. Stories. Originalitel: News from Home. Aus dem Englischen von Eva Plorin; Hammer Verlag, Wuppertal, Frühjahr 2012
  • Mahmud Doulatabadi (Iran). Ssolouk. Roman. Orginaltitel: 2003, Nilofar. Aus dem Persischen von Bahman Nirumand; Unionsverlag, Zürich, Februar 2012
  • Antonio Dal Masetto (Argentinien). Die Magnolienmädchen. Originaltitel: Tres genias en la magnolia. Aus dem Spanischen von Susanna Mende; Rotpunktverlag, Zürich, Frühjahr 2012
  • Sergio Ramírez (Nicaragua). Strafe Gottes. Originaltitel: Castigo Divino. Aus dem Spanischen von Thomas Brovot; Edition 8, Zürich, August 2012
  • Rosa Yassin Hassan (Syrien). Wächter der Lüfte. Originaltitel: Hurras al-hawa. Aus dem Arabischen von Stephan Milich; Alawi Verlag, Köln, September/Oktober 2012
  • Susana Gertopán (Paraguay). Die dunkle Gasse. Originaltitel: El callejón oscuro. Aus dem Spanischen von Stefan Degenkolbe; Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, Frühjahr 2012 (war bereits Antrag 29/2011)

litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. wurde 1980 in Frankfurt anlässlich des Buchmesse-Schwerpunkts Schwarzafrika von Journalisten, Verlegern, Übersetzern, Professoren, Mitarbeitern der Kirche, von Entwicklungshilfeorganisationen und der Frankfurter Buchmesse gegründet. Sie wird von der Frankfurter Buchmesse und dem Evangelischen Entwicklungsdienst mitgetragen. Der Verein zielt darauf ab, über literarische Entwicklungen und Tendenzen in Afrika, Asien sowie Lateinamerika zu informieren und Kontakte zwischen den Buchmärkten der drei Kontinente und dem deutschsprachigen Raum herzustellen. Die Gesellschaft macht interessante Werke ausfindig und empfiehlt ihre Übersetzung in die deutsche Sprache. Die vorgeschlagenen Titel können von den Verlagen zur Prüfung angefordert werden. Seit 1984 betreibt die Gesellschaft ein Programm zur Übersetzungsförderung für belletristische Werke aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Dieses finanziert sich aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und der Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA und erlaubt Zuschüsse für etwa 20 Übersetzungen pro Jahr.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: litprom.de.]

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