Schwedische Studie: Durch das Erlernen von Fremdsprachen wächst das Gehirn

Gehirn
Bild: Gerd Altmann / Pixabay

An der „Swedish Armed Forces Interpreter Academy“ wird jungen Rekruten, die gerne Fremdsprachen lernen, eine neue Sprache wie Arabisch, Russisch oder Dari innerhalb von nur 13 Monaten beigebracht; bei intensiver Vollzeit-Schulung an sieben Tagen der Woche. Die Rekruten sollen die Fremdsprache nach dieser Zeit fließend sprechen können.

Im Rahmen einer Studie ermittelten Wissenschaftler das Volumen der Hirnmasse der Rekruten vor und nach dem Sprachprogramm. Als Kontrollgruppe dienten Studierende, die sich im Rahmen der Studie nicht dem Sprachenstudium widmen, sondern sich andere Sachverhalte aneignen sollten.

Letztlich kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass bestimmte Gehirnareale (Hippocampus und drei Areale in der Großhirnrinde) der Rekruten durch das Lernen einer Fremdsprache gewachsen waren. Bei der Kontrollgruppe, die ebenfalls lernte, aber etwas anderes als Fremdsprachen, war dies nicht der Fall.

Im US-amerikanischen Nachrichtenportal Sciene Daily heißt es dazu:

Students with greater growth in the hippocampus and areas of the cerebral cortex related to language learning (superior temporal gyrus) had better language skills than the other students. In students who had to put more effort into their learning, greater growth was seen in an area of the motor region of the cerebral cortex (middle frontal gyrus). The areas of the brain in which the changes take place are thus linked to how easy one finds it to learn a language and development varies according to performance.

Vorherige Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass bi- oder multilinguale Sprecher im Durchschnitt später an Alzheimer erkranken.

Even if we cannot compare three months of intensive language study with a lifetime of being bilingual, there is a lot to suggest that learning languages is a good way to keep the brain in shape, says Johan Mårtensson [a researcher in psychology at Lund University, Sweden].

[Text: Jessica Antosik. Quelle: sciencedaily.com.]

Das GDolmG muss weg