Wer wird Sprachwahrer des Jahres 2012?

Wer hat sich im Jahr 2012 besonders für die deutsche Sprache stark gemacht? Zur Auswahl stehen folgende Kandidaten:

  • Frans Timmermans: Der niederländische Außenminister unterstützt tatkräftig „Mach mit!“, eine Aktionsgruppe für die deutsche Sprache in den Niederlanden. Er sagt: „Es tut mir weh, wenn ich sehe, dass Niederländer und Deutsche in schlechtem Englisch miteinander kommunizieren.“
  • Jean-Marc Ayrault: Der französische Premierminister ist ein bekennender Freund der deutschen Sprache. Er studierte Germanistik in Würzburg, spricht fließend Deutsch und hat vor seiner politischen Laufbahn als Deutschlehrer gearbeitet.
  • Ute Andresen: Die Schreiblehrerin ist „entsetzt, wie die Handschrift verwahrlost“ und wirbt in Veranstaltungen, Zeitungsartikeln und Fernsehbeiträgen für eine gute Handschrift. Kürzlich gründete sie eine „Allianz für die Handschrift“.
  • Renate Tost: Die Graphikerin und Mitbegründerin der Schulausgangsschrift setzt sich dafür ein, dass die Grundschulen weiterhin Schreibschrift unterrichten.
  • Horst Hippler: Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz bricht eine Lanze für Deutsch als Wissenschaftssprache: „Es ist falsch, wenn nur noch Englisch gesprochen wird. Deutsche Sprachqualifikation sollte früher oder später allen abverlangt werden.“
  • Frank Plasberg: Der ARD-Fernsehmoderator besteht in seiner Diskussionssendung „Hart aber fair“ immer wieder darauf, dass seine Gäste Fremdwörter und unverständliche Ausdrücke erklären (vorgeschlagen von der Aktion Deutsche Sprache – ADS).
  • AGMO e. V.: Die Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen fördert deutschsprachige Kindergärten und Grundschulen in den Oder-Neiße-Gebieten.
  • Die bayerischen und mitteldeutschen Grundschüler: Die Schüler aus den Bundesländern Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen belegten in einer Ländervergleichsstudie die Spitzenplätze in der Disziplin „Lesen“.
  • 25 Bad Homburger Gymnasiasten: Die Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums sammelten Hunderte alter Wörter und schrieben dazu Beiträge, die sie mit Hilfe der Mainzer Lenz-Stiftung in dem Band „Das vergessene Wort – Vom Reichtum der deutschen Sprache“ veröffentlichten.

Zudem können eigene Vorschläge bei der Deutschen Sprachwelt eingereicht werden. Die Abstimmung läuft bis zum 31. Januar 2013. Das Formular zur Stimmabgabe finden Sie hier.

[Text: deutschesprachwelt.de. Quelle: deutschesprachwelt.de.]

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