Katalonien: Polizei streicht Dolmetscherstellen in Touristenhochburgen

Die katalonische Polizei Mossos d’Esquadra will aus Kostengründen 12 ständige Dolmetscherstellen in den Polizeirevieren abschaffen. Dadurch sollen 200.000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Allein in Barcelona werden 4 Dolmetscherstellen gestrichen. Betroffen sind darüber hinaus die Küstenorte Roses, Blanes, Salou, Lloret, Vila-seca, Cambrils, Calella und Pineda.

Zwar besitzen die meisten sprachmittelnden Hilfskräfte nur Zeitverträge für die Hochsaison und waren zudem nur wenige Stunden pro Tag vor Ort. Dennoch wurde ihre Arbeit als für den Tourismus wichtig erachtet. Die Reiseführer von Barcelona kritisierten daher die Sparmaßnahme scharf.

Allein im vergangenen Jahr erstatteten 28.000 Touristen in Katalonien eine Anzeige wegen meist kleinerer Delikte, Diebstählen oder Überfällen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: arena-info.com, 2013-06-12.]

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