Common Translation Interface (COTI) – Systemübergreifender Standard für den Datentransfer

Datenaustausch
Der COTI-Standard ermöglicht Sprachdienstleistern einen systemübergreifenden und herstellerunabhängigen Austausch von Daten (Texten). - Bild: Geralt / Pixabay

Mit der Entwicklung des Common Translation Interface (COTI) konnte in den letzten Jahren ein dringend benötigter herstellerunabhängiger und systemübergreifender Standard zum Austausch von Daten zwischen Redaktionssystemen (CMS) und Translation-Memory-Systemen (TMS) geschaffen werden.

Die Initiative ging von der DERCOM aus, dem “Verband deutscher Redaktions- und Content Management System Hersteller e.V.”, zu dem sich 2013 sieben Hersteller von Redaktionssystemen zusammengeschlossen hatten. Inzwischen wird die COTI-Schnittstelle von vielen Translation-Memory-Systemen wie SDL Trados und Across unterstützt.

Als Full-Service-Dienstleister im globalen Sprachenmanagement nutzt auch die KERN AG, Sprachendienste, seit Jahren diesen Standard. Nachfolgend erklärt das Unternehmen die grundsätzliche Funktionsweise des COTI-Standards:

Bedarf für systemübergreifende Integration von Daten

Wenn von Standardisierung gesprochen wird, stellt sich unweigerlich die Frage, ob den spezifischen Kundenbedürfnissen Rechnung getragen wird. Im Folgenden soll daher ein Blick auf die COTI-Schnittstelle geworfen und erklärt werden, weshalb diese Standardisierung vorteilhaft ist und wie hier trotz allem die einzelnen Wünsche und Vorstellungen von Geschäftspartnern Beachtung finden.

Übersetzungsprozesse können je nach Branche des Auftraggebers, Übersetzungsvolumen, verwendeter Content-Management-Systeme (CMS) oder präferierter Dateitypen bei Übersetzungsdaten stark unterschiedlich gestaltet sein. Auch die Verwendung der gleichen Programme seitens beider Geschäftspartner garantiert aufgrund der zahlreichen Softwarespezifikationen keine problemlose Bearbeitung der Übersetzung. Es besteht daher ein starker Bedarf an einer flexiblen und effizienten Lösung, die die systemübergreifende Integration von Daten vereinfacht: die COTI-Schnittstelle.

COTI-Level 1

Sie definiert im ersten Level ein Datenpaket, bei dem über Einstellungsdateien kundenspezifische Konfigurationen wie Formatierungen oder Verarbeitungsanweisungen automatisch und nach festgelegten Vorgaben an Übersetzungsdienstleister übermittelt werden können. Diese Einstellungen werden automatisch umgesetzt, sodass Fehlerquellen eliminiert werden.

COTI-Level 2

Geht man über diesen ersten Standard hinaus, kann mit COTI Level 2 der gemeinsame Workflow zwischen Kunden und Übersetzungsspezialist durch eine gemeinsam verwendete Ordnerstruktur, den Hotfolder, weiter optimiert und automatisiert werden, was mehr Transparenz über den Arbeitsfortschritt schafft und die Prozesssicherheit verbessert.

Hier können außerdem über mitgelieferte Metadaten weitere projektbezogene Informationen eingebunden werden, welche den Übersetzungsprozess entsprechend steuern, sodass der Workflow zweckgerichtet anpassbar und damit flexibel bleibt.

COTI-Level 3

Wird noch mehr Sicherheit und computergenerierte Transparenz gewünscht, können im Rahmen des COTI Levels 3 Systeme über eine REST-API vollautomatisch miteinander in Kontakt treten und Informationen über definierte Endpunkte ohne menschliche Interaktion austauschen.

Über die COTI-Schnittstelle lassen sich damit verschiedene Level an Standardisierung umsetzen, sodass bei gleichzeitiger Workflow-Optimierung die beste Lösung für jeden Kunden gefunden werden kann.

Die Spezialisten der KERN AG können als zertifizierte Übersetzungsdienstleister insbesondere bei Schnittstellenthematiken von SCHEMA ST4, SDL Trados Studio, TIM 4.1, Cosima Go! und Across sowie vielen weiteren gängigen CMS oder TMS auf eine reichhaltige Expertise und jahrelange Erfahrung zurückgreifen.

Über die KERN AG, Sprachendienste

Die KERN AG mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist ein führender Full-Service-Dienstleister im Bereich des globalen Sprachenmanagements mit über 50 Geschäftsstellen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Polen, den Niederlanden, den USA und China. Zum Portfolio der KERN AG gehören das Übersetzen und Dolmetschen in allen Weltsprachen, Software- und Website-Lokalisierung, technische Redaktion, Terminologie- und Translation-Memory-Management sowie fremdsprachliches Desktop-Publishing. Seit der Gründung im Jahr 1969 betreut die KERN AG einen stetig wachsenden internationalen Kundenstamm. Die KERN AG ist nach den Qualitätsnormen DIN EN ISO 9001:2015 sowie DIN ISO 17100:2015 zertifiziert und befindet sich zu 100 % in Familienbesitz.

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[Text: Kern AG, leicht überarbeitet von UEPO.de. Quelle: Pressemitteilung Kern AG, 2018-11-02.]