Österreich: Dolmetschkosten für Polizei und Asyl seit drei Jahren rückläufig

Karl Nehammer, Hannes Amesbauer
Der österreichische Innenminister Karl Nehammer (links) hat auf Anfrage des Abgeordneten Hannes Amesbauer eine aktuelle Statistik der von seinem Ministerium zu tragenden Dolmetschkosten vorgelegt. - Bild: Andy Wenzel, Photo Simonis

Der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat am 30. März 2020 eine schriftliche parlamentarische Anfrage (718/J) des Abgeordneten Hannes Amesbauer (FPÖ) zum Thema „Kosten für Rechtsberatung im Asylverfahren und Kündigung der Verträge mit NGOs“ beantwortet (758/AB).

Aus dieser gehen auch die vom Innenministerium getragenen Dolmetschkosten in den Bereichen Polizei und Asyl in den Jahren 2013 bis 2019 hervor.

Die Statistik zeigt, dass die Ausgaben nach einem Höhepunkt im Jahr 2016 (23,91 Millionen Euro) kontinuierlich zurückgegangen sind. Im vergangenen Jahr beliefen sie sich auf 16,75 Millionen Euro. Das ist der niedrigste Stand seit mindestens sieben Jahren.

Dolmetschkosten Österreich
Die Übersetzungs- und Dolmetschkosten des österreichischen Bundesministeriums für Inneres in den Bereichen Polizei und Asyl 2013 bis 2019. – Bild: UEPO

Die betreffende Frage lautete: „Wie hoch waren die Kosten für Ihr Ressort, aufgeschlüsselt nach den Jahren 2012 bis 2019, für Dolmetscher?“

Die Antwort von Innenminister Nehammer: „Auswertungen vor 2013 sind aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht möglich. Für mündliche und schriftliche Übersetzungsleistungen im Bundesministerium für Inneres fielen insgesamt folgende Kosten an (im polizeilichen Bereich und im Asylbereich):“

Jahr Beträge in Mio. EUR
2013 20,86
2014 18,23
2015 21,30
2016 23,91
2017 19,73
2018 18,39
2019 16,75

rs

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