Rheingau-Taunus-Kreis: Zwölf Laiendolmetscher erfolgreich qualifiziert

Laiendolmetscher im Rheingau-Taunus-Kreis
Die ersten sieben Teilnehmerinnen präsentieren stolz ihre Zertifikate. - Bild: Rheingau-Taunus-Kreis

Im Rheingau-Taunus-Kreis konnte das erste Dutzend Laiendolmetscher (elf Frauen und ein Mann) für ehrenamtliche Einsätze qualifiziert werden. Neue Vorbereitungskurse sollen dazu beitragen, eine Kommunikation ohne interkulturelle Missverständnisse zu ermöglichen.

Koordiniert wurde der Lehrgang durch Birgit Lichtenfels von der Stabsstelle Integration und Projektakquise. Sie erklärt: „Sprachliche Barrieren von zugewanderten Menschen können Gespräche und notwendigen Austausch in den verschiedenen Ämtern oder in sozialen Einrichtungen wie Beratungsstellen, Kindertagesstätten und Schulen erschweren.“

„Die Premiere verlief sogleich erfolgreich“, so Lichtenfels über den ersten Kurs. Positiv habe sich ausgewirkt, dass viele der Teilnehmer bereits Vorerfahrungen im Dolmetschen mitbrachten.

Zwölf Teilnehmer, acht Sprachen

Mit Unterstützung von realen Fachkräften aus dem Kita- und Schulbereich wurden in Inszenierungen Dolmetsch-Techniken und -strategien ausprobiert und trainiert.

Die Qualifizierung vermittelte allen Beteiligten praxisnah ein klares Rollenverständnis sowie die Arbeitsprinzipien von Dolmetschern, wie die Neutralität und Schweigepflicht.

Zusammen präsentiert die Gruppe einen bunten Strauß an Sprachen: Arabisch, Persisch, Farsi, Tigrinja, Englisch, Türkisch, Russisch und Rumänisch.

Städtische Einrichtungen im Sozial- und Bildungsbereich können die Sprachmittler nun direkt bei der Koordinationsstelle des örtlichen Laiendolmetscher-Pools anfordern. Am Projekt beteiligt sind die Städte Eltville und Taunusstein.

Förderung durch Landesprogramm WIR

Ermöglicht werden die Qualifizierungsmaßnahmen durch eine finanzielle Förerdung durch das Landesprogramm „WIR“ des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

rs, Rheingau-Taunus-Kreis

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