„Dunnerkeil“: erste Asterix-Übersetzung ins Oberfränkische

Asterix Dunnerkeil
Bild: Egmont

Die schon mehr als dreißig Dialektübersetzungen der Asterix-Bände scheinen ein sicheres Geschäft zu sein. Denn der Aufwand für die Übersetzung und den Austausch des Sprechblaseninhalts ist vergleichsweise gering, der Verkaufserfolg trotz eng umrissener Zielgruppe aber sicher.

Jetzt kommt eine weitere Mundart hinzu: das Oberfränkische, wie es rund um Coburg, Münchberg, Kulmbach, Bamberg, Bayreuth und Pegnitz gesprochen wird. Der Kulmbacher Kabarettist Stefan Eichner hat sich den Band Asterix als Gladiator vorgenommen und in seine Muttersprache übersetzt. Auf Oberfränkisch heißt die Ausgabe Dunnerkeil.

Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks ist Eichner auf die Idee gekommen, als er mit seinem Leipziger Kabarettkollegen Thomas Nicolai 2018 auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert war. Dieser arbeitete damals an einer sächsischen Ausgabe des Gladiator-Bandes. Doch erst drei Jahre später nahm das Oberfränkisch-Projekt konkrete Formen an:

Es folgte eine zweimonatige Arbeitsphase mit Übersetzen, Ausprobieren, Verwerfen, Neuformulieren. Wörtlich lässt sich die Geschichte so einfach nicht übertragen. Also musste ein bisschen kreativer Freiraum her. […]

Stefan Eichner hat ein Vorwort und eine sprachliche Kurzanleitung vor sein Werk gesetzt – es soll ja auch Leserinnen und Leser außerhalb Oberfrankens geben. Denen und allen anderen, die sich bei der Bedeutung von Wörtern wie Briddschn nicht sicher sind, hilft ebenso das Wörderbüchla am Ende des Heftes.

Eichner bietet Dunnerkeil auch über seine Website handsigniert an und geht demnächst auf Lesereise in der Region.

Weiterführender Link

  • Goscinny, Uderzo, Eichner: Dunnerkeil. Berlin: Egmont Ehapa Media. 48 Seiten, gebunden, 14,00 Euro, ISBN 978-3770403189.

Richard Schneider

Das GDolmG muss weg