Militärattachés über Nutzen von Fremdsprachen und Ausbildung beim Bundessprachenamt

Militärattaché
Oberst Braun ist Verbindungsoffizier beim Bundespräsidenten. - Bildschirmfoto

In einem von BTB-concept erstellten 36-minütigen Video berichten Militärattachés und der Dolmetscher Oliver Corff über den Nutzen von Fremdsprachenkenntnissen.

Alle interviewten Offiziere haben eine 15-monatige sprachliche Ausbildung am Bundessprachenamt in Hürth durchlaufen. Zu Wort kommen:

  • Oberst i.G. Fricke, Referatsleiter Kommando Luftwaffe, ehemaliger Verteidigungsattaché
  • Prof. Dr. Corff, Dolmetscher und Berater, fernöstliche Sprachen
  • Kapitän zur See Segerstad, Schwedischer Verteidigungsattaché
  • Oberst i.G. Horst Braun, Verbindungsoffizier Bundespräsident
  • Oberstleutnant i.G. Wendt, angehender Verteidigungsattaché in der Slowakei
  • Fregattenkapitän Reimers, ehemaliger Verteidigungsattaché in Portugal
  • Leitender Regierungsdirektor Geers, Abteilungsleiter Sprachausbildung am Bundessprachenamt

Militärattachés sind Offiziere in Auslandsvertretungen

Ein Militärattaché ist ein Offizier, der an eine Auslandsvertretung entsandt wurde. Dieser besitzt Diplomatenstatus und ist für militärische Belange zuständig. In Deutschland und der Schweiz werden sie auch als Verteidigungsattachés bezeichnet. An große Auslandsvertretungen können auch mehrere Attachés entsandt werden, die dann die Teilstreitkräfte oder die Wehrtechnik repräsentieren (Heeresattaché, Luftwaffenattaché, Marineattaché, wehrtechnischer Attaché).

In der Wikipedia heißt es:

Militärattachés repräsentieren ihren Minister und ihre Streitkräfte im Gastland. Dabei ist er zugleich Berater des Botschafters in allen Belangen der Militär- und Verteidigungspolitik, des Entwicklungsstandes der Streitkräfte und der Rüstungsindustrie des Gastlands sowie mit diesen Bereichen verbundenen Themen. Er führt Analysen und Lagebeurteilungen durch, nimmt an Konferenzen und Truppenbesichtigungen teil und ist Ansprechpartner für eigene Streitkräfte vor Ort. […]

Militärattachés werden während ihres Einsatzes vom Bundesministerium der Verteidigung zum Auswärtigen Amt abgeordnet und von diesem an die betreffende deutsche Botschaft entsandt.

Richard Schneider

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