Stuttgarter Cotta-Übersetzungspreis fällt Sparmaßnahmen zum Opfer

Stuttgarter Cotta-Übersetzungspreis
Bild: Stadt Stuttgart

Der mit 20.000 Euro (davon 10.000 Euro für den Übersetzer) recht hoch dotierte „Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis der Landeshauptstadt Stuttgart“ wird nicht mehr vergeben.

Im Dezember 2025 stellte der Stuttgarter Gemeinderat einen „strikten Spar-Doppelhaushalt“ für die Jahre 2026 und 2027 auf, mit „massiven Einschnitten in allen Bereichen“. Dies betraf auch den Literatur- und Übersetzungspreis.

Die Stadt müsse mit den schwierigsten finanziellen Bedingungen seit Jahrzehnten klarkommen, hieß es auf der Website der Landeshauptstadt:

Das Kulturamt musste insgesamt 8,95 Mio. Euro für die Jahre 2026 und 2027 einsparen, davon die Abteilung Kulturförderung rund 3,3 Mio. Euro für die jeweiligen Jahre. […]

Die Kulturpreise der Stadt sind auch von den Kürzungen betroffen. […] Nach 47 Jahren wird der Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis eingestellt.

Oberbürgermeister von Stuttgart ist Frank Nopper (CDU). Der Gemeinderat wird von der CDU und den Grünen mit jeweils 14 Sitzen dominiert. Nächststärkste Partei ist mit 7 Sitzen die SPD.

Preisträger der alle drei Jahre vergebenen Auszeichnung waren von 2005 bis 2023: Michael Walter, Hartmut Köhler, Claudia Ott, Joachim Kalka, Petra Strien, Claudia Steinitz und zuletzt Thilo Diefenbach.

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Richard Schneider