Finanzierung des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises für weitere fünf Jahre gesichert

Deutsch-italienische Konsultationen 2026, Wolfram Weimer
Wolfram Weimer und der italienische Kulturminister Alessandro Giuli. Im Hintergrund Friedrich Merz und Georgia Meloni. - Bild: Guido Bergmann / BuReg

Die Finanzierung des mit 25.000 Euro recht hoch dotierten Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises (offiziell „Mazzucchetti-Gschwend-Übersetzungspreis“) ist für weitere fünf Jahre gesichert.

Eine entsprechende Vereinbarung haben der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, und der italienische Kulturminister Alessandro Giuli im Rahmen der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Rom geschlossen.

Weimer: „Übersetzer sind die stillen Diplomaten der Literatur“

In einer Pressemitteilung heißt es:

[…] unterzeichneten beide Minister eine Absichtserklärung zur Verlängerung des Mazzucchetti-Gschwend-Übersetzungspreises. Der Preis, der 2008 erstmals als Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis vergeben wurde, würdigt die Arbeit von Übersetzerinnen und Übersetzern als entscheidende Mittler zwischen den Kulturen.

Staatsminister Weimer betonte: „Mit der Erneuerung des Mazzucchetti-Gschwend-Übersetzungspreises wollen wir herausragende literarische Übersetzungen würdigen. Übersetzer sind die stillen Diplomaten der Literatur; sie bauen die Brücken über die Sprachgrenzen hinweg, auf denen unser Geist wandern kann.“

Der Preis wird für weitere fünf Jahre fortgeführt und alle zwei Jahre abwechselnd an deutsche und italienische Übersetzerinnen und Übersetzer verliehen. Er wird in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB), der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, dem Goethe-Institut Italien und der Casa di Goethe sowie dem Italienischen Kulturinstitut und der Italienischen Botschaft Berlin umgesetzt.

Kultur tragende Säule der bilateralen Beziehungen

Im bilateralen Gespräch sowie in der Plenarsitzung der beiden Kabinette unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsidentin Georgia Meloni betonten beide Minister die besondere Rolle der Kultur für die deutsch-italienischen Beziehungen.

Im Anschluss an die deutsch-italienischen Regierungskonsultationen wird Staatsminister Weimer zudem die „Deutsche Akademie Rom Villa Massimo“ besuchen. Der Bund fördert dort Studienaufenthalte von Künstlern aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Komposition, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln. Darunter befinden sich immer mal wieder auch Übersetzer.

Auszeichnung wird seit 2008 alle zwei Jahre vergeben

Der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis wird seit 2008 alle zwei Jahre abwechselnd in Rom und Berlin gemeinsam von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und dem italienischen Ministerium für Kultur vergeben.

In Deutschland werden Übersetzer aus dem Italienischen, in Italien Übersetzer aus dem Deutschen ausgezeichnet.

Der Preis ist dreiteilig: Vergeben werden 10.000 Euro für die beste Übersetzung, 10.000 Euro für das übersetzerische Lebenswerk und 2.500 Euro als Förderpreis für ein übersetzerisches Nachwuchstalent.

Mehr zum Thema

Richard Schneider