Die Leipziger Buchmesse, die angegliederte Manga Comic Con und Europas größtes Lesefestival Leipzig liest schließen mit einem neuen Besucherrekord.
Erstmals in der Geschichte der Messe kamen mehr als 300.000 Besucher, nämlich 313.000. Im Vorjahr waren es 296.000. Das entspricht einem Zuwachs von 5,74 Prozent.
Die Zahl der Aussteller auf der Buchmesse – ohne Manga Comic Con und Lesefestival – machte einen noch größeren Sprung. 2026 kamen 2.044 aus 54 Ländern in die Sachsenmetropole. Im Vergleich mit den 1.534 im Vorjahr ist dies ein Anstieg um 33,25 Prozent – aber kein Rekord. Denn in der Vor-Corona-Zeit waren es 2019 schon einmal 2.197 Aussteller aus 46 Ländern.

„Unverzichtbarer Treffpunkt“, „Publikumsmagnet“
Über diese Entwicklung freut sich Astrid Böhmisch, die neue Direktorin der Leipziger Buchmesse:
Auch 2026 hat sich die Leipziger Buchmesse als Ort der Debatten bewiesen, sei es zu literarischen wie gesellschafts- und kulturpolitischen Themen. Unser Angebot spiegelt diese Vielfalt auf einzigartige Weise wider und übt als Publikumsmagnet mehr Anziehungskraft als je zuvor aus.
Gleichzeitig wertschätzen die Verlage die Leipziger Buchmesse und Leipzig liest, Europas größtes Lesefestival, als zentrale Vermarktungsplattform, auf der sie ihre Bücher und Autor:innen hunderttausenden interessierten Leser:innen gleichzeitig vorstellen können.
Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, ergänzt:
Die Leipziger Buchmesse hat einmal mehr ihre besondere Kraft entfaltet: Mit großer Leidenschaft hat die Branche die Vielfalt der Stimmen und Inhalte sichtbar gemacht und ist gleichzeitig solidarisch und mutig für ihre grundlegenden Werte eingetreten.
Sie hat auch klar gemacht, dass sie nur dann weiter ein starkes Rückgrat für die Demokratie sein kann, wenn die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schafft – wie faire Regeln für KI, Alternativen zur Dominanz großer Plattformen oder die Förderung von Medien- und Lesekompetenz.
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, meint:
Ob Belletristik oder Sachbücher, gezeichnete oder gesprochene Bücher – dass die Leipziger Buchmesse mit ihrem Angebot noch mehr Menschen als je zuvor anzieht, macht uns wirklich stolz. Sie ist ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die Bücher lieben.

Fokusthema statt Gastland
Mit über 50 Autoren und 87 Veranstaltungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, davon 33 auf der Donau-Bühne, wurde die Literatur des Donauraums ins Scheinwerferlicht gerückt. Das Motto lautete: „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“.
Was literarisch, historisch und gesellschaftspolitisch links und rechts von der Donau geschieht und ihre Ambivalenz, verbindendes und trennendes Element gleichzeitig zu sein, wurde bei den Lesungen, Gesprächen und Präsentationen eindrücklich erlebbar. (Siehe eigenen Artikel.)

Wie jedes Jahr stand bereits am ersten Messetag die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse auf dem Programm. In der Kategorie Übersetzung wurde Manfred Gmeiner geehrt (siehe gesonderten Artikel).





Lesefestival „Leipzig liest“ in der ganzen Stadt
Das größte europäische Literaturfestival trug in diesem Jahr das Motto „Wo Geschichten uns verbinden“. Nicht nur auf dem Messegelände, sondern auch in Kirchen, Galerien, Museen und Buchhandlungen, aber auch in Kneipen, Augenarztpraxen, Apotheken, auf dem Südfriedhof, im Landgericht oder im Leipziger Zoo sowie an vielen weiteren Plätzen in der Stadt wurde Literatur in all ihren Spielarten gelesen, genossen und gefeiert.



Die nächste Leipziger Buchmesse findet vom 18. bis 21. März 2027 statt.
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- 2026-03-04: Leipziger Buchmesse: Übersetzungszentrum heißt jetzt Forum Übersetzen
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Richard Schneider
