Am 21. Oktober 2026 fanden deutschlandweit und in Österreich Durchsuchungen unter Federführung der Polizei Aschaffenburg statt. Im Zentrum der Ermittlungen stehen der Verdacht auf banden- und gewerbsmäßige Urkundenfälschung, insbesondere im Zusammenhang mit sogenannten Stellvertreterprüfungen. Darüber hinaus wird der Bande das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen.
Neben dem in Aschaffenburg koordinierten Verfahren führen die Polizei Münster und die Polizei Warendorf mit gleichem Sachzusammenhang seit 2025 in enger Zusammenarbeit umfangreiche eigenständige Ermittlungen durch.
Durchsuchungen in Ahlen, Hamm, Sendenhorst und Lüdinghausen
Parallel zu den bundesweiten Maßnahmen durchsuchte die Polizei Münster am 21. Oktober 2026 insgesamt 15 Objekte in Ahlen, Hamm, Sendenhorst und Lüdinghausen.
Eine der durchsuchten Wohnungen diente offenbar als eine Art Fälscherwerkstatt. Insgesamt stellten die Beamten unter anderem Mobiltelefone, Laptops sowie diverse gefälschte Dokumente sicher.
Dabei wurden fünf Personen im Alter zwischen 35 und 53 Jahren festgenommen, gegen die bereits Haftbefehle vorlagen. Diese sind deutscher, türkischer bzw. serbischer Staatsangehörigkeit.
Ermittlungen werden fortgeführt
Die Ermittlungen durch eine eigens im Polizeipräsidium Münster eingerichtete Ermittlungskommission dauern weiterhin an.
- 2026-10-27: Urkundenfälschung bei Sprachzertifikaten: Razzia in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Österreich
- 2025-12-12: Manipulierte Sprachzertifikate: Razzia bei Sprachschulen in Stuttgart, Heilbronn, Frankfurt
PM Polizei Münster
