Kassel: Für Kriminelle gedolmetscht – 18 Monate Haft

Eine Litauerin (30), die für eine Autoschieberbande bei der Anmietung von Werkstatthallen in Deutschland gedolmetscht hatte, ist heute vom Landgericht Kassel zu einer Haftstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das berichtet die Hessische/Niedersächsische Allgemeine.

Bei dem Verfahren handelt es sich um einen noch nicht abgeschlossenen Mammutprozess mit sechs Angeklagten und mehr als hundert Zeugen. Der litauischen Bande wird vorgeworfen, mehr als hundert Luxuskarossen gestohlen und in den Osten verschoben zu haben. Den Gesamtschaden beziffert der Staatsanwalt auf annähernd 1,8 Mio. Euro.

Das Übersetzerportal hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Beispiele dafür gesammelt, dass Dolmetsch- und Übersetzungstätigkeiten für kriminelle Auftraggeber von den Gerichten meist als Beihilfe zu einer strafbaren Handlung gewertet werden.

Richard Schneider

Das GDolmG muss weg