BDÜ-Honorarumfrage deutet auf steigendes Marktvolumen hin

BDÜErste Ergebnisse der jährlichen Honorarumfrage des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) zeigen, dass der Markt für Sprachdienstleistungen nicht so stark von der Wirtschaftskrise betroffen war und ist. Das von der anonymen Online-Umfrage abgedeckte Marktvolumen in 2009 beläuft sich auf 45,5 Millionen Euro und ähnelt somit den Umfrageergebnissen aus den Jahren 2007 und 2008. Dieses Resultat stützt die Ergebnisse einer EU-Studie aus dem Jahr 2009, wonach die gesamte Sprachenindustrie in Europa jährlich um mindestens 10 Prozent wächst. Bis 2015 soll allein der Sektor Sprachdienstleistungen – dazu zählt die EU-Studie Übersetzungen, Verdolmetschung, Softwarelokalisierung und „Websiteglobalisierung“ – ein Marktvolumen von 11,06 Milliarden Euro in Europa erreichen.

Die Erfolge deutscher Exporteure im Ausland sind auch durch die Leistungen der Dolmetscher und Übersetzer bedingt. Übersetzer sind laut Johann J. Amkreutz, Präsident des BDÜ, ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der Exportwirtschaft. Ob Bedienungsanleitung auf Chinesisch, Website auf Englisch oder Broschüre in französischer Sprache: 80 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland haben nach Schätzungen des Verbandes Bedarf an Sprachdienstleistungen.

Speziell für kleine und mittlere Unternehmen mit Auslandsgeschäft ist die Online-Übersetzerdatenbank des Verbandes interessant: Unter www.bdue.de stehen über 6.000 geprüfte Dolmetscher und Übersetzer für mehr als 80 Sprachen, recherchierbar nach 564 Fachgebieten. Die Nutzung der Datenbank ist kostenfrei.

[Text: BDÜ. Quelle: Mitteilung BDÜ, 2010-10-21. Bild: BDÜ.]

Das GDolmG muss weg