Dörte Andres: Dolmetscher in fiktionalen Werken – von Verirrung, Verwirrung und Verführung

Wirft man einen Blick auf die fiktionalen Welten der Literatur, aber auch des Films der letzten fünfzehn Jahre, so ist zum einen festzustellen, dass es eine beachtliche Zunahme an literarischen Texten und Filmen gibt, in denen auf die Figur des Dolmetschers1 zurückgegriffen wird, und zum anderen, dass Dolmetscher verstärkt aus dem Status als Nebenfiguren in den Status von Protagonisten, ja sogar Helden gehoben werden, zentrale Wichtigkeit beanspruchen und konkrete physische, psychische und soziale Konturen erhalten. Literatur und Film haben den Dolmetscher für sich als Figur „entdeckt“, an der Themen, die den Menschen am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts beschäftigen, anschaulich dargestellt werden können: die Problematik von Migration, von hybriden Kulturen und hybriden Menschen, Dazwischenkulturalität und Dazwischenidentität.

Mit diesen Worten leitet die am FASK Germersheim der Universität Mainz lehrende Dr. Dipl.-Dolm. Dörte Andres einen Beitrag für das Germanistische Jahrbuch Russland ein. Unter dem Titel “Dolmetscher in fiktionalen Werken – von Verirrung, Verwirrung und Verführung” hat sie untersucht, welches Bild in literarischen Texten und in Filmen vom Dolmetscher und Dolmetschen gezeichnet wird.

Sie können den Beitrag auf der russischen Website des DAAD in voller Länge als PDF-Datei abrufen.

[Text: Richard Schneider. Quelle: DAAD.]