Duisburger Krankenhäuser nutzen hauptsächlich eigene Mitarbeiter als Dolmetscher

Die knapp 500.000 Einwohner zählende Industriestadt Duisburg hat mit 32,7 % (2010) einen überdurchschnittlich hohen Anteil von „Menschen mit Migrationshintergrund“ (gemeint sind Einwanderer, die bereits die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben). Hinzu kommen 77.000 Ausländer.

So ist verständlich, dass auch unter den Patienten der Krankenhäuser der Anteil derer hoch ist, die keine muttersprachlichen Deutschkenntnisse besitzen.

Dasselbe gilt aber auch für die Ärzteschaft und das Pflegepersonal: Im Klinikum Duisburg kommen 57 der 230 Ärzte aus dem Ausland.

Das Krankenhaus greift hauptsächlich auf die eigenen Mitarbeiter zurück, wenn Hilfe bei der fremdsprachigen Kommunikation erforderlich ist. 60 Angestellte sind in der Lage, in insgesamt 26 verschiedenen Sprachen zu helfen.

Die Neurochirurgie des Klinikums Duisburg wird gerne von „Medizintouristen“ aus dem arabischen Raum aufgesucht. Für diese Patientengruppe steht ein externer Dolmetscher auf Abruf bereit, der sich um die Bedürfnisse der wohlhabenden Kundschaft kümmert.

Auf der Website der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) ist dazu ein Artikel erschienen, den Sie auf der Website DerWesten lesen können.

[Text: Richard Schneider. Quelle: DerWesten.de, 2014-01-15.]

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