Neu an Uni Potsdam: Bachelor Angewandte Kultur- und Translationsstudien Deutsch-Polnisch

Uni Potsdam
Die Universitäten Potsdam und Lublin haben einen neuen kultur- und übersetzungswissenschaftlichen Studiengang für die polnische Sprache eingerichtet. - Bild: Universität Potsdam

Zum Wintersemester 2019/2020 startet an der Universität Potsdam der Bachelorstudiengang “Angewandte Kultur- und Translationsstudien (deutsch-polnisch)”. Der binationale Bachelorstudiengang bietet ein deutschlandweit einzigartiges Studienprogramm, das neben kultur- und translationswissenschaftlichen Grundlagen ein fundiertes praxisorientiertes Wissen vermittelt.

Dazu gehören Übersetzungs- und Dolmetschübungen in beide Sprachrichtungen mit einer Schwerpunktsetzung auf Touristik und Medien. Auf dem Studienplan stehen ebenso Pflichtpraktika in Deutschland und Polen.

Binationaler Studiengang mit Doppelabschluss

Der binationale Studiengang steht in Kooperation mit der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin. Vier Semester lang besuchen die deutschen Studierenden die Lehrveranstaltungen gemeinsam mit polnischen Kommilitonen – zwei Semester in Potsdam und zwei Semester in Lublin.

Absolventen erhalten von beiden Universitäten ein Bachelor-Abschlusszeugnis.

Studenten an Uni Potsdam
Studenten auf dem Campus in Potsdam – Bild: Universität Potsdam

Vorteile auf einen Blick

  • Internationales Studium an zwei Universitäten mit Doppelabschluss (double degree)
  • Sehr gute Studierbarkeit aufgrund maximaler Überschneidungsfreiheit von Lehrveranstaltungen und eines optimal strukturierten Studienprogramms an beiden Universitäten
  • Erwerb einer hohen Sprachkompetenz durch eine intensive sprach- und übersetzungspraktische Ausbildung sowie ein einjähriges Auslandsstudium
  • Aneignung professioneller interkultureller und kommunikativer Kompetenzen
  • Sicherung angewandter Kenntnisse und Fertigkeiten mit berufsorientierter Spezialisierung in einem attraktiven und gefragten Berufsfeld
  • Praxiserfahrungen durch Kurzzeit-Pflichtpraktika in Deutschland und Polen

Breites Spektrum übersetzungsbezogener Studieninhalte

Der Bachelorstudiengang “Angewandte Kultur- und Translationsstudien (deutsch-polnisch)” vermittelt ein breites Spektrum an fachwissenschaftlichen Kenntnissen im Bereich der Kultur- und Translationswissenschaft.

Besondere Berücksichtigung finden dabei inter- und transkulturelle Prozesse im deutsch-polnischen Sprach- und Kulturkontakt, darunter Übersetzen als Kulturtransfer sowie mediale Praxis. Vielfältige sprach- und übersetzungspraktische Übungen unterstreichen die berufsorientierte Ausrichtung des Studiengangs.

Es werden unter anderem Techniken des Simultandolmetschens, des Mediendolmetschens sowie verschiedene Formen des audiovisuellen Übersetzens – wie Synchronisation und Filmuntertitelung – vermittelt. Studierende haben außerdem die Möglichkeit, sich im Bereich der Literaturübersetzung auszuprobieren.

In Seminaren zu translatorischen Techniken im Bereich Touristik, Museen und Gedenkstätten sowie in unterschiedlichen Medien wird das Feld sprachbezogener Kontexte erweitert. Dies eröffnet zugleich Möglichkeiten zu einer beruflichen Spezialisierung.

Stadtzentrum Lublin
Zwei Semester verbringen die Studierenden an der Partneruniversität von Lublin. Die Großstadt mit 340.000 Einwohnern liegt tief im Osten von Polen. – Bild: miogioco2011 / Pixabay

Praktika in Deutschland und Polen

Während des Studiums können im Rahmen von zwei Kurzzeitpraktika von jeweils mindestens vier Wochen wertvolle Praxiserfahrungen im deutsch- und polnischsprachigen Arbeitsumfeld gesammelt werden.

Das Praktikum in Polen wird vorzugsweise in einem Übersetzungsbüro oder einer öffentlichen Institution (Stadtverwaltung, Museen, Rundfunk usw.) durchgeführt, sodass die Studierenden Einblicke in die Besonderheiten des Übersetzens und Dolmetschens gewinnen können.

Das Praktikum in Deutschland wird vorzugsweise bei einer Kulturinstitution, die im Bereich des deutsch-polnischen Kulturaustauschs tätig ist, bzw. bei politischen Organisationen, Verlagen, Medien, Museen, Gedenkstätten mit einem deutsch-polnischen Bezug bzw. einem Unternehmen im Bereich der deutsch-polnischen Zusammenarbeit durchgeführt.

Die Studierenden wählen sich Ihre Praktikumsplätze selbst aus und können so Ihre individuelle fachliche Spezialisierung mitbestimmen. Die Universitäten in Potsdam und Lublin stehen mit umfangreichen Praktikadatenbanken unterstützend zur Seite und helfen bei der Vermittlung von geeigneten Angeboten.

Berufsperspektiven als Übersetzer, Dolmetscher, Kulturvermittler

Der Studiengang bereitet auf eine berufliche Zukunft in all jenen Bereichen vor, in denen Übersetzungstätigkeiten eine wichtige Rolle spielen.

Absolventen verfügen über eine hohe Kompetenz in beiden Sprachen und besitzen umfangreiches Fachwissen auf dem Gebiet der Translation und des Kulturtransfers.

Die im Studium erworbenen kultur-, sprach- und translationswissenschaftlich fundierten Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglichen eine Spezialisierung als professionelle Übersetzer und Dolmetscher in unterschiedlichen Sparten der interkulturellen Kommunikation ‒ in Touristik, Gedenkstätten- und Museumspädagogik, Kulturbetrieb, Medien, Wirtschaft oder Politik.

Das Schloss in Lublin. – Bild: Adela Jakielaszek / Pixabay

Qualifikation für Masterstudium

Natürlich qualifiziert das erfolgreich abgeschlossene Bachelorstudium zur Aufnahme eines Masterstudiums. Die Universität Potsdam bietet geeignete Masterstudiengänge wie Osteuropäische Kulturstudien, Fremdsprachenlinguistik oder “Linguistik – Kommunikation-Variation-Mehrsprachigkeit” an.

Darüber hinaus stehen selbstverständlich auch viele weitere Masterstudiengänge an anderen Universitäten zur Wahl.

Keine Zulassungsbeschränkungen

Der Bachelorstudiengang “Angewandte Kultur- und Translationsstudien (deutsch-polnisch)” besitzt keine Zulassungsbeschränkung (kein Numerus Clausus, NC).

Eine Immatrikulation in das erste Fachsemester ist nur zum Wintersemester möglich. Die Einschreibefrist für das folgende Wintersemester endet jeweils am 15. September.

Weiterführender Link

[Textzusammenstellung: Richard Schneider. Quelle: Albrecht Dreißig, Universität Potsdam.]