Hella, wie war das Übersetzen für dich? – „Eine nackte Freude!“

Asterix kütt nohm Kommiss
Hella von Sinnen, Cornelia Scheel und Vera Kettenbach haben die Corona-Kwarantäne zur Übersetzung des Bandes "Asterix als Legionär" in die kölsche Mundart genutzt. - Bild: Egmont Ehapa

Im November 2020 ist die neueste Asterix-Übersetzung in die Buchhandlungen gekommen: Asterix kütt nohm Kommiss heißt das Album in rheinischer Mundart, das von der Comics liebenden Entertainerin Hella von Sinnen gemeinsam mit Cornelia Scheel und unter Federführung der Kölner Journalistin Vera Kettenbach übersetzt worden ist.

Dabei handelt es sich im Original um Asterix als Legionär, den zehnten Band aus der bekannten Comic-Reihe und wohl eines der gelungensten Abenteuer der Gallier.

Eigentlich hätte das Werk in einer Pressekonferenz in Köln vorgestellt werden sollen – mit den drei Übersetzerinnen auf dem Podium. Doch Corona hat auch diese Veranstaltung zum Platzen gebracht.

Stattdessen hat der herausgebende Verlag Egmont Ehapa Media ein viertelstündiges Interview mit den drei Damen vom Rhein produziert:

Wiederholungstäterinnen

Für Scheel und von Sinnen ist es nicht die erste Comic-Übersetzung. Sie hatten 2016 bereits einen Simpsons-Band ins Kölsche übertragen.

Die Lebensläufe des kölschen Übersetzungstrios

  • Hella von Sinnen kam 1959 in Gummersbach auf die Welt. Ihre Mutter war gebürtige Kölnerin. Seit 1977 ist sie selbst Bürgerin der Domstadt und studierte dort Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik. Als Asterix-Fan der ersten Stunde hat sie sich riesig gefreut, für die Übersetzung eines ihrer Lieblingsbände in die Bilderwelt der aufmüpfigen Gallier eintauchen zu dürfen.
  • Cornelia Maria Barbara Elionore Scheel erblickte im Jahr 1963 n. Chr. in Monachium (München) das Licht der Welt. Nach dem Abitur studierte sie Medizin in Aenipontum (Innsbruck). Seit 1983 n. Chr. lebt sie im schönen Colonia Agrippinensis (Köln). Dort arbeitet sie als Künstlermanagerin, Autorin und ehrenamtliche Vorsitzende des Mildred-Scheel-Förderkreises innerhalb der Deutschen Krebshilfe. Zusätzlich engagiert sie sich ebenfalls ohne Bezüge von Sesterzen auf der Palliativstation im Dr.-Mildred-Scheel-Haus.
  • Vera Kettenbach wurde in Köln-Kalk geboren und mit Rheinwasser getauft. Zur Schule ging sie in Bonn, wo sie auch studierte. 1991 kehrte sie nach Köln zurück und begann nach einer Zeit als freie Mitarbeiterin ein Volontariat bei einer Kölner Zeitung. Nach rund zehn Jahren als Redakteurin bei Print-Medien arbeitet sie seit 2002 als freie Mitarbeiterin beim Westdeutschen Rundfunk. Dazu war sie als Autorin unter anderem für eine Kölner PR-Agentur und die Band „Höhner“ tätig.

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rs

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