Ein Ring, sie zu ehren: Hieronymusring 2021 geht an Heike Flemming

Heike Flemming
Heike Flemming - Bild: privat

Der Hieronymusring, eine Auszeichnung für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung, geht 2021 an die Berliner Übersetzerin Heike Flemming, wie der Literaturübersetzerverband VdÜ mitteilt.

Flemming erhält den Ring für ihre Übertragungen bedeutender ungarischer Prosa und Lyrik. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen Péter Esterházy, László Krasznahorkai, Szilárd Borbély und Imre Kertész. Lobend heißt es:

Heike Flemmings Übersetzungen zeugen von einer ungeheuren Sprachlust, von enormer Kreativität und einem äußerst sicheren und kunstvollen Umgang mit der deutschen Sprache. Die funkelnden sprachlichen Eskapaden eines Esterházy, der in seinen Texten alle Register zieht, bringt sie mit derselben scheinbaren Mühelosigkeit und Leichtigkeit ins Deutsche wie die entrückten, komplexen und fast schwerelosen Satzgefüge László Krasznahorkais oder die aufwühlende Lyrik von Szilárd Borbély.

Geboren 1982 in Kamenz, hat Flemming Philosophie, Germanistik und Ungarisch in Leipzig und Wien sowie Ungarische Literatur und Literarisches Übersetzen in Budapest studiert.

Übersetzungen Heike Flemming
Übersetzungen von Heike Flemming

Der Hieronymusring wurde 1979 vom VdÜ gestiftet und erstmals vergeben. Möglich wurde dies durch Zuwendungen des Rowohlt Verlags und durch den Einsatz von Verleger Heinrich Maria Ledig-Rowohlt und Helmut Frielinghaus, dem damaligen Lektor und Leiter der Übersetzungsabteilung.

Bei dem Ring handelt es sich um einen Wanderpreis, der alle zwei Jahre weitergereicht wird. Die Träger entscheiden selbst über die Auswahl des Nachfolgers. Vor der derzeitigen Trägerin Marianne Gareis (2019) wurden unter anderem bereits Gabriele Leupold (2017), Miriam Mandelkow (2015), Frank Heibert (2013), Karin Krieger (2011) und Ulrich Blumenbach (2009) damit bedacht.

Die undotierte Auszeichnung wird am 28. April 2021 im Rahmen der digitalen VdÜ-Jahrestagung online von Marianne Gareis an ihre Nachfolgerin Heike Flemming überreicht.

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