Eyes on Japan: Japanische Filmtage in Düsseldorf

Japanische Filmtage Düsseldorf
Bild: Japanische Filmtage Düsseldorf

Die 15. Ausgabe der Japanischen Filmtage Düsseldorf steht im Zeichen der deutsch-japanischen Freundschaft, denn 2021 wird das 160-jährige Bestehen der deutsch-japanischen Beziehungen gefeiert.

Daher finden sich vom 07. bis 31. Oktober 2021 neben Werken namhafter japanischer Regisseure wie KUROSAWA Kiyoshi und MIYAZAKI Hayao auch deutsche Filme mit Japanbezug sowie deutsch-japanische Koproduktionen im Programm.

Außerdem legen die Organisatoren in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf Anime. Das Genre dient vielen jungen Leuten als Einstieg in die japanische Kultur und schlägt somit eine Brücke zwischen Japan und Deutschland. Darüber hinaus werden wieder japanische Regionen vorgestellt.

Begleitet wird die Filmreihe von verschiedenen Sonderveranstaltungen, wie einer Diskussion mit der Regisseurin MIYAYAMA Marie zum Film Der rote Punkt, mit dem die Filmtage am 7. Oktober 2021 eröffnet werden.

Alle Filme werden, sofern nicht anders angegeben, in Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Japanische Filmtage werden seit 2007 ausgerichtet

Die Japanischen Filmtage werden seit 2007 vom Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln ausgerichtet.

Geschwader Ostasienexpedition
Das von der preußischen Kriegsmarine für die Ostasienexpedition (1859 bis 1862) aufgestellte Geschwader. – Bild: Gemälde von Lüder Arenhold aus dem Jahr 1905, gemeinfrei.

160 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Japan und Preußen

Am 24. Januar 1861 nahmen Japan und Preußen mit der Unterzeichnung eines Freundschafts-, Schifffahrts- und Handelsvertrags erstmals diplomatische Beziehungen auf und läuteten damit den Beginn der deutsch-japanischen Freundschaft ein.

Zu beachten ist, dass es zu der Zeit noch gar kein „Deutschland“ gab. Die Reichsgründung erfolgte erst zehn Jahre später. In der Wikipedia heißt es zu den Schwierigkeiten der preußischen Ostasienexpedition, die zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen führte:

Preußen, neben Österreich stärkste deutsche Macht, sah die Chance, seine Rolle als führender Staat bei der Einigung Deutschlands zu stärken, indem es eine Ostasienexpedition organisierte […]. Die preußische Expedition sollte im Namen aller Staaten des Deutschen Zollvereins, der Hansestädte und beider Mecklenburgs Verträge mit China, Japan und Siam abschließen.

Nach fünf Monaten langwieriger Verhandlungen mit dem Shogunat scheiterte die Mission in Japan in ihrem Bestreben, für ganz Deutschland zu sprechen. Die japanischen Unterhändler weigerten sich beharrlich, einen Vertrag mit 32 deutschen Staaten abzuschließen, und gaben als Begründung an, die Verhältnisse in Deutschland nicht zu überblicken.

Daher wurden die Verträge nur mit Preußen abgeschlossen.

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rs

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