Translationale Berlin: gelungene Premiere des neuen Festivals für Literaturübersetzung

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Bild: Translationale

„Berlin hat ein neues Festival: Die translationale berlin feiert, was Literatur zu Weltliteratur macht“, hieß es in der Ankündigung. Drei Tage lang, vom 1. bis 3. Oktober 2021 waren Übersetzer, Autoren, Künstler und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland im Collegium Hungaricum Berlin zu Gast. Der Eintritt war frei.

Den Teilnehmern vor Ort und den Zuschauern der Direktübertragung wurde ein Informations-, Fortbildungs- und Unterhaltungsprogramm geboten, das zweiundzwanzig Einzelveranstaltungen umfasste. Darunter Lesungen, Vorträge, eine Festrede, Workshops und Diskussionen sowie ein Slam der Übersetzungskritik. Aber auch Performances und eine Show über einige „Dead Ladies“ der Übersetzungskunst.

Auf der Translationale – statt wie bisher auf der Frankfurter Buchmesse – wurde auch die „Übersetzerbarke“ des Literaturübersetzerverbands VdÜ verliehen. Die Auszeichnung ging dieses Jahr an die Literaturvermittlerin Anita Djafari.

Eine Ausstellung unter der Überschrift Plainly Visible – Photographs of Translators zeigte eine Auswahl der Arbeiten der Fotografin Anja Kapunkt. Seit einigen Jahren nimmt sie Porträts literarischer Übersetzerinnen und Übersetzer auf.

Im Festivalfilmstudio wurden täglich israelische, französische, deutsch-russische und japanische Dokumentar- und Kurzfilme zum Thema Literaturübersetzung gezeigt. Dazu gehörten Spurwechsel – Ein Film vom Übersetzen aus dem Jahr 2002, Die Frau mit den 5 Elefanten (2010), Take me to Mellarium (2003), Des voix dans le choeur – Éloge des traducteurs (2017), eine Dokumentation der Literaturinitiative „handverlesen“ zu Lyrikübersetzung in Gebärdensprache und einen britischen Kurzfilm, der von Jugendlichen in einem Festivalworkshop untertitelt wird.

Schnappschüsse aus der Direktübertragung

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Der in Österreich lebende bosnische Schriftsteller und Dramatiker Dževad Karahasan hielt die Festivalrede. In seinem fesselnden Vortrag über das lebendige, gesprochene und das geschriebene Wort spannte er einen Bogen von Platon und Dante bis heute.
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Im Gespräch mit Cornelia Jentzsch stellte er sich anschließend der Diskussion.
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Wie beurteilt man Übersetzungen? Wie gut ist eine Übersetzung? Frank Heibert probierte mit einem Übersetzungskritik-Slam ein neues Veranstaltungsformat aus, das auf Anhieb gut ankam.
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Als Übersetzungskritiker betätigten sich auf der Bühne Maria-Christina Piwowarski, Olga Radetzkaja, Albrecht Buschmann und Sieglinde Geisel.
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Schlussapplaus für das Quintett der künstlerischen Leitung: Dorota Stroińska (zweite von links), Claudia Hamm (vierte von links), Aurélie Maurin (vierte von rechts), Eva Profousová (dritte von rechts) und Nora Bierich (ganz rechts).

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rs

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