VVDÜ: Mitgliederversammlung bestätigt Natascha Dalügge-Momme als Vorsitzende

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Bild: VVDÜ

Der Verein der vereidigten Dolmetscher und Übersetzer in Hamburg (VVDÜ) hat am 23. November 2021 seine Mitgliederjahresversammlung abgehalten.

Dabei wurde die Vorstandsvorsitzende Natascha Dalügge-Momme in geheimer Abstimmung bei einer Enthaltung wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bleibt die Kassenprüferin Inci Orhun. Der Posten der Stellvertretenden Vorsitzenden war nicht neu zu besetzen und wird weiterhin von Ilka C. Krüger ausgeübt.

Kampf gegen misslungenes Gerichtsdolmetschergesetz

Auf der Versammlung betonte die alte und neue Vorsitzende, dass auch künftig das vorrangige Interesse der Verbandsarbeit den Auswirkungen des nunmehr novellierten Gerichtsdolmetschergesetzes (GDolmG) gelten werde.

Die im Bundestag vertretenen Parteien hätten dieses „bedauerlicherweise ohne jede Beteiligung der Berufsverbände“ verabschiedet. Auch ein vom VVDÜ vermeintlich noch rechtzeitig anberaumtes Zoom-Meeting mit Mitgliedern des Rechtsausschusses aller Parteien, um eventuelle Informationsdefizite auszuräumen, habe darauf keinerlei Einfluss nehmen können.

Sorge um Bestands- und Vertrauensschutz

In einer Pressemitteilung heißt es:

Diese Novellierung erfolgte – zum wiederholten Male – entgegen aller gezielten Vorschläge und Empfehlungen der Berufsträger:innen.

Damit ist aus den Sorgen um den Bestands- und Vertrauensschutz nun ein Faktum geworden, das ab 2024 die Organe der Rechtsprechung ohne Not ihrer erfahrenen und zuverlässigen vereidigten Sprachmittler beraubt, ohne dass irgendein Prozedere, geschweige denn künftige Zuständigkeiten für Aus- und/oder Fortbildung, auch nur mitgedacht worden wären, um diesen Mangel spätestens bis zu diesem Zeitpunkt ohne Reibungsverlust zu beheben.

Überflüssig zu erwähnen, dass damit das nach unserer Auffassung überzeugende Argument des weder logischen noch zu rechtfertigenden finanziellen und administrativen Aufwands für Neu-Vereidigungen der zur Verfügung stehenden qualifizierten und bewährten Kolleginnen und Kollegen offenkundig im hermetischen Parteienuniversum verhallte.

Hoffen auf neue Bundesregierung

Vor einer Woche hat die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP eine neue Regierung gebildet. Der VVDÜ will umgehend Kontakte zu den Amtsinhabern der für die Berufspraxis der Gerichtsdolmetscher zuständigen Ministerien knüpfen (Justiz, Inneres, Soziales). Man hege die Hoffnung, dass „neue Besen (tatsächlich) besser kehren“.

Über den VVDÜ

Der 1981 gegründete Regionalverband vertritt die Interessen der in Hamburg vereidigten Dolmetscher und Übersetzer. Mitglied kann jeder in Hamburg öffentlich bestellte und vereidigte Dolmetscher werden.

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rs

Das GDolmG muss weg