Warum heißt es im Deutschen einundzwanzig und im Englischen twenty-one?

Ziffern, Zahlen
Bild: Gerd Altmann / Pixabay

Warum heißt es im Deutschen einundzwanzig, während die Reihenfolge im sehr nah verwandten Englischen mit twenty-one genau umgekehrt ist? Ist nicht die englische Form einfacher und logischer, führt nicht die deutsche durch Zahlendreher zu zahlreichen Missverständnissen? Wie sieht es in anderen Sprachen aus?

Diesen spannenden und gar nicht so trivialen Fragen geht der Sprachwissenschaftler und Mathematiker Dr. Georg Schuppener in einem Online-Vortrag für die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) nach.

Der genannte Unterschied ist nur eine von vielen Besonderheiten, die die Zahlwörter für 11-19, 21-29, 31-39 usw. im Deutschen und vielen anderen Sprachen aufweisen. Hierzu gibt es bemerkenswerterweise bisher nur wenig detaillierte sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse.

Übrigens ist auch das Englische inkonsequent: Bei Zahlen wie fourteen, fifteen, sixteen usw. verhält es sich genauso unlogisch wie das Deutsche. Ganz zu schweigen von der französischen Sprache, in der zum Beispiel die Zahl 99 als „vier (mal) zwanzig (plus) neunzehn“ formuliert wird (quatre-vingt-dix-neuf). Warum ist das so? Welche geheimnisvollen Regeln liegen diesem Vigesimalsystem zugrunde, das auch im Baskischen Verwendung findet und schon von den Mayas genutzt wurde?

Der Vortrag sucht nach Antworten zu den Ursachen der genannten Zahlwortbildung insbesondere im Deutschen, aber auch in anderen Sprachen. Weiterhin werden aus sprachwissenschaftlicher Sicht Initiativen diskutiert, die die Bildungprinzipien jener Zahlwörter im Deutschen verändern wollen.

red

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