Mehr Unterstützung auf Ukrainisch und Russisch: 17 neue Sprachmittler in Hagen geschult

Hagen, Volme-Galerie
Das Einkaufszentrum Volme-Galerie im Stadtzentrum von Hagen. - Bild: UEPO

Ethische Prinzipien der Sprachmittlung und der richtige Umgang mit Konfliktsituationen – mit diesen und vielen weiteren Themen haben sich im März 17 angehende Sprachmittlerinnen und -mittler im Rahmen einer zweitägigen Grundlagenschulung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen auseinandergesetzt.

Wegen der aktuellen Notsituation von ukrainischen Geflüchteten standen bei der Schulung vor allem die Sprachen Ukrainisch und Russisch im Fokus.

Elf neue Sprachmittler für Ukrainisch und Russisch

An dem Angebot nahmen insgesamt elf angehende Sprachmittlerinnen und Sprachmittler teil, welche die ukrainische und/oder die russische Sprache zu ihren Herkunftssprachen zählen. Auch Sprachen wie Arabisch, Paschtu, Rumänisch, Türkisch und Griechisch, für die nach wie vor ein großer Bedarf besteht, waren in der Grundlagenschulung vertreten. Die Vergrößerung des Laien-Sprachmittlerpools stellt wegen des hohen Bedarfs an Übersetzungshilfen einen kontinuierlichen Prozess dar.

Kursleitung durch Dr. Natalia Tilton

Geleitet wurde die Qualifizierung durch die promovierte Dolmetscherin Dr. Natalia Tilton. Die Teilnehmer befassten sich gemeinsam mit der Dozentin auch mit den Grundlagen rund um das Thema Dolmetschen und erhielten Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Arten des Dolmetschens gibt es?
  • Wie unterscheiden sich ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und -mittler von professionellen Dolmetscherinnen und Dolmetschern?
  • Welche Rolle nehmen sie ein und welche Erwartungen werden an sie gerichtet?

Ab sofort können die neuen Dialogdolmetscher mit diesen Kenntnissen die Kommunikation zwischen Bildungseinrichtungen und neuzugewanderten Personen, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen, ermöglichen und unterstützen.

KI ist auch Ansprechpartner für Hilfesuchende aus der Ukraine

An verschiedenen zentralen Standorten unterstützt das KI die Hilfesuchenden aus der Ukraine seit März auch über den Bildungsbereich hinaus. Hierzu zählen unter anderem die Notunterkünfte in der Karl-Adam-Halle sowie der Stadthalle Hagen, das Gesundheitsamt sowie das Verwaltungsgebäude in der Martin-Luther-Straße.

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