Online-Sprachdienstleister myGengo erhält 5,25 Mio. USD von Risikokapitalgebern

myGengomyGengo, ein Online-Anbieter von Übersetzungsdienstleistungen, erhält 5,25 Millionen US-Dollar von Risikokapitalgebern. Die Finanzierung wird von der in London ansässigen Venture-Capital-Firma Atomico getragen, die von Skype-Mitgründer Niklas Zennström geführt wird, sowie von dem US-amerikanischen Seed-Fund-Unternehmen 500 Startups. Atomico-Gesellschafter Hiro Tamura tritt dem Vorstand von myGengo bei.

myGengo bietet Übersetzungen für Unternehmen an, die international agieren. Die Übersetzungen erfolgen einfach, schnell und preisgünstig durch ein wachsendes Netzwerk von über 3.000 professionellen Übersetzern und Muttersprachlern auf der ganzen Welt. Ein freies Lokalisierungstool unterstützt das Arbeiten in verschiedenen Sprachen und an verschiedenen Orten und die umfangreichen API-Schnittstellen von myGengo ermöglichen Entwicklern, den Übersetzungsservice in jede Webseite oder Applikation zu integrieren.

Die neuen Finanzmittel werden verwendet, um die Marketing-, Vertriebs- und Engineering-Abteilungen in den USA zu erweitern sowie das weltweite Übersetzer-Netzwerk auszubauen und so der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Der Umsatz von myGengo stieg in den letzten zwölf Monaten um 1000 Prozent und das Unternehmen übersetzte im ersten Quartal des Jahres 2011 mehr Textvolumen als in der gesamten bisherigen Unternehmensgeschichte.

Seit der Firmengründung im Jahr 2008 hat myGengo weltweit Unternehmen geholfen, global tätig zu werden und so neue Märkte für sich zu gewinnen. Zu den Kunden gehören VW und Audi Financial Services, Evernote, Japan Tourist Bureau, Pulse, Greplin sowie Elecom. myGengo bietet derzeit Übersetzungen in 15 Sprachen an und hat vor kurzem Arabisch hinzugefügt.

Robert Laing„Diese Investition wird es uns ermöglichen, Tausende von neuen Kunden zu erreichen und dazu beitragen, myGengo zur Nummer-1-Lösung zu machen, wenn es um Übersetzungsdienste für Webseiten, Applikationen und mehr geht“, so Robert Laing (Bild), Gründer und CEO von myGengo. „Atomico passt perfekt zu uns. Sie verstehen das Potenzial des globalen Marktes und die vielschichtigen Bedürfnisse der weltweiten Kunden.“

„myGengo erlaubt Privatpersonen und Unternehmen, Sprachbarrieren einfach und effektiv zu überwinden. Das Unternehmen hat bemerkenswertes Potenzial“, so Hiro Tamura, Partner bei Atomico, der bei myGengo dem Vorstand beitritt. „Die internationale Ausrichtung des Unternehmens und seiner Gründer hat uns beeindruckt, genauso wie ihre Entschlossenheit, weltweit Marktführer zu werden.“

Die neue Finanzierungsrunde folgt einer Anschubfinanzierung von 1,75 Millionen USD, die durch das Unternehmen 500 Startups und eine Gruppe von zwölf internationalen Business Angels und Risikokapitalgebern wie Mitch Kapor, Team Europe Ventures und Point Nine gewährt wurde.

myGengo wurde Ende 2008 von Robert Laing und Matthew Romaine in Tokio gegründet. Gengo ist Japanisch und bedeutet „Sprache“. Laing wurde in Australien geboren und lebte für kurze Zeit in Großbritannien und Belgien, bevor er vor vier Jahren als Webdesigner nach Japan ging. Dort hatte er die Geschäftsidee für einen benutzerfreundlichen Online-Dienst für Übersetzungen. In einem Interview mit Japan Today erklärte er im Juni 2011:

At that time, I didn’t have any connections and didn’t know what I would do. Then I got the idea for an online translation site. I came at it from the customer’s side and I wanted it to be as easy as downloading an app. […] The website went live at the end of 2008 and the company was formed a few months later. It was tough at first getting clients. We were a start-up, so it was all about bringing people to the website. Fortunately, at the beginning of 2010, we got some investment from the U.S. and Japan. We did little things to get PR, mainly using social media. […]

If you are an individual or a small business and you’ve got a word document to translate, you visit our website, upload your document and you get an instant quote 24 hour s day, seven days a week. It goes into the system where translators can see the available jobs. A translator will pick it up and have it done within a couple of hours. The customer gets an email saying the job is done. The jobs go to our translators on a first come first served based. It is not a question of us contacting a specific translator for a job. […]

All translators are tested by us. They have to take two tests and usually, only one out of 10 passes. […] We use two tests for translators. The first one is a multiple choice test. That is designed to weed out people who aren’t very good. For example, it will be an English sentence with five possible Japanese translations. If you pass that, you get the standard test, which is a news article to translate into your native language. Then you get the score.

www.mygengo.com

[Text: markengold PR GmbH. Quelle: Pressemitteilung myGengo, 2011-11-23; Japan Today, 2011-06-20. Bild: myGengo.]

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