Fremdsprachen-Alarm in der Westschweiz

Ab diesem Schuljahr wird in den westschweizer Kantonen die deutsche Sprache bereits ab der dritten Klasse gelehrt. Ab dem Schuljahr 2013/14 soll Englisch ab der 5. Schulklasse hinzukommen.

Der Lehrplan der Romandie (PER) für das Schuljahr 2013/14 rufe bei der Lehrerschaft ein groβes Unbehagen hervor, so Georges Pasquier, Präsident der Westschweizer Lehrergewerkschaft. „Wir laufen gegen die Wand.“ Unter den gegebenen Umständen können die ehrgeizigen Ziele des PER nicht erreicht werden. Zu behaupten, den Kindern bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit Deutsch und Englisch beibringen zu können, sei ein Schwindel.

Ohne zusätzliche Mittel sei der Misserfolg unumgänglich. Um die beiden Fremdsprachen richtig zu lernen, braucht man zweisprachige Lehrer, kleine Schulklassen und jeden Tag mindestens eine Lektion pro Fremdsprache. Ein obligatorischer Schüleraustausch sei auch eine Möglichkeit.

Die Lehrergewerkschaft hält die Westschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz dazu an, einen runden Tisch zu organisieren. Dabei soll eine Auslegeordnung gemacht und eine Lösung für ein „realistisches und wirkungsvolles“ Fremdsprachenkonzept gesucht werden.

[Text: Jessica Antosik. Quelle: tagesschau.sf, 14.08.2012. Bild: uepo-Archiv.]

Das GDolmG muss weg