VKD weist zum Europäischen Tag der Sprachen auf Bedeutung der Konferenzdolmetscher hin

VKDBeim Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) steht nicht nur am Europäischen Tag der Sprachen die Sprachenvielfalt im Fokus.

In den vergangenen Jahrzehnten ist Europa in vielen Bereichen eng zusammengewachsen. Doch der Kontinent zeichnet sich bis heute auch durch seine große sprachliche und kulturelle Vielfalt aus. Diese steht beim Europäischen Tag der Sprachen am 26. September, der auf Initiative des Europarats seit 2001 jedes Jahr gefeiert wird, im Mittelpunkt. Die rund 500 Mitglieder des VKD erleben Sprachenvielfalt jeden Tag – und sind immer wieder aufs Neue davon begeistert.

Wirtschafts- und Währungsunion, offene Grenzen, eine europaweit ausgetragene Fußball-EM im Jahr 2020 – und auch sprachlich sind sich Menschen in Europa näher gekommen: Firmen schließen Verträge auf Englisch ab, manche Fachkonferenzen werden komplett in englischer Sprache abgehalten und viele Politiker führen Small-Talk untereinander längst nicht mehr in ihren Muttersprachen, sondern auf Englisch.

“Dieses Englisch ist allerdings eher eine Art internationaler Code, überall und nirgends kulturell verankert, mit dessen Hilfe man auch mit begrenztem Wortschatz relativ gut kommunizieren kann”, sagt die freiberufliche Konferenzdolmetscherin und VKD-Mitglied Vivi Bentin. “Sobald es aber nicht nur darum geht, Informationen auszutauschen oder ein paar Worte zu wechseln, reicht die Beschränkung auf das Englische als vermeintlich gemeinsame Sprache meiner Meinung nach nicht aus. Wenn jede Nuance zählt, kann man sich eben doch am Besten in seiner Muttersprache ausdrücken.”

Bei vielen Veranstaltungen – von Staatsbesuchen über Podiumsdiskussionen und Hauptversammlungen bis hin zu Großereignissen im Sport – kommen daher Vivi Bentin und ihre rund 500 Kollegen aus dem Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) zum Einsatz. Sie lassen Sprachbarrieren verschwinden.

Ihre Arbeit umfasst dabei weit mehr als das reine Dolmetschen vor Ort: Sie beginnt häufig schon viele Wochen vor dem Termin mit der Einarbeitung in das oft sehr fachspezifische Thema.

“Prinzipiell sollten Konferenzdolmetscher sich für die unterschiedlichsten Themen interessieren, ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Spaß am Reisen haben”, sagt Ruth Kritzer, Vorsitzende des VKD, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. “Daneben sind hervorragende Kenntnisse von Sprache und Kultur natürlich das A und O. Wer all dies mitbringt, für den könnte der Beruf des Konferenzdolmetschers genau der richtige sein.”

Vivi Bentin weiß an ihrem Job vor allem eines zu schätzen: die Abwechslung. “Wir beschäftigen uns mit den unterschiedlichsten Themengebieten und arbeiten mit ganz verschiedenen Menschen zusammen”, sagt die 38-Jährige, die von 2005 bis 2009 als Englisch-Dolmetscherin und Leiterin des Sprachendienstes für den Regierenden Bürgermeister von Berlin tätig war und sich anschließend als Konferenzdolmetscherin selbstständig gemacht hat. “Langweilig wird es da nicht so schnell.”

www.vkd.bdue.de

[Text: VKD. Quelle: Pressemitteilung VKD, 2013-09-26. Bild: VKD.]

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