Andreas F. Kelletat: Gutkind und die Anfänge der Dolmetscher-Ausbildung in Mannheim 1929

Dolmetscher-Institut Handelshochschule Mannheim
Im Mannheimer Quadrat E7, Hausnummer 20, hatte das erste Dolmetscher-Institut Europas seinen Sitz. Die ehemalige Villa von Carl Reiß war nach dessen Tod Amtswohnung des Bürgermeisters. - Bild: Marchivum

Im Rahmen der zurzeit in Mannheim zu sehenden Wanderausstellung „Ein Prozess – vier Sprachen“ hielt Prof. Dr. Andreas F. Kelletat am 12. Juli 2022 im Stadtarchiv Mannheim (Marchivum) einen Vortrag mit dem Titel „Curt Sigmar Gutkind und die Anfänge der weltweit ersten Dolmetscher-Ausbildung in Mannheim“.

Auf der Website des Marchivums heißt es dazu einführend:

Fragt man nach den Anfängen moderner Dolmetscherausbildung, so muss man die Mannheimer Handelshochschule in den Blick nehmen. Dort gab es Ende der 1920er Jahren Pläne, im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt eine sprachwissenschaftliche Abteilung zur Ausbildung von Dolmetschern ins Leben zu rufen.

Treibende Kraft dieses 1930 in der ehemaligen Reiss-Villa (E 7, 20) eingerichteten Dolmetscher-Instituts, das 1933 von den Nazis an die Universität Heidelberg verschoben wurde, war der aus einer Mannheimer jüdischen Familie stammende Übersetzer, Deutsch-Lektor und romanistisch ausgebildete Philologe Curt Sigmar Gutkind.

Über seinen im Exil tragisch endenden Lebensweg und insbesondere über sein Engagement für das Mannheimer Dolmetscher-Institut soll anhand neuer Archivfunde berichtet werden.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung stellt das Marchivum auf seinem YouTube-Kanal zur Verfügung:

Mannheim, E7, 20
Lage des 1929 gegründeten Dolmetscher-Instituts der Handelshochschule Mannheim (E7, 20). Die elegante Villa wurde inzwischen abgerissen. Das Grundstück dient heute als Parkplatz für das benachbarte Arbeitsgericht in E7, 21. – Bild: UEPO.de

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