Durch künstliche Intelligenz und die Diversifizierung im Arbeitsfeld haben sich die Tätigkeitsfelder des Instituts für Übersetzen und Dolmetschen (IUED) an der ZHAW Winterthur in den letzten Jahren stark verändert.
Um die Expertisefelder des Instituts weiterhin sichtbar zu halten, wurde beschlossen, das Institut umzubenennen. Der Fachhochschulrat hat der Umbenennung des IUED in Institut für Mehrsprachige Kommunikation (IMK) am 3. Dezember 2024 zugestimmt. Das IMK lehrt, berät und forscht zu Sprachtechnologie und menschlicher Kreativität in der mehrsprachigen Kommunikation.
Mehr als Übersetzen und Dolmetschen
Im Übersetzen und Dolmetschen hat in den Jahren eine massive Diversifizierung stattgefunden. Zu den Aufgaben in der Language Industry und bei Sprachendiensten von Unternehmen und Verwaltung gehören heute neben Übersetzen und Dolmetschen auch Lektorat, Korrektorat, Transkreation und Copywriting, Lokalisierung, Transkription von Videoinhalten, Anpassung bestehender Texte, Terminologie und barrierefreie Kommunikation oder auch technische Redaktion.
Gleichzeitig ist die Arbeit mit künstlicher Intelligenz für mehrsprachige Kommunikationsexperten unverzichtbar geworden und Projektmanagement und Beratung werden immer wichtiger.
Zusätzlich zu heute zentralen Kompetenzen wie KI-Literacy, Computational Thinking oder Prompt Engineering brauchen Sprachenprofis Wissen im Management von Sprachdaten und in der Evaluation von Sprachtools. Und ihre Sprach- und Kommunikationskompetenz (Schreibkompetenz, Kreativität, Adressatenkenntnis, interkulturelle Kompetenz usw.) muss noch höher sein.
Diversifizierung und Neuausrichtung der Studiengänge
Diese Entwicklungen haben zu einer Diversifizierung und Neuausrichtung der Tätigkeitsfelder des Instituts geführt. Ergänzend zum Übersetzen und Dolmetschen richtet das IMK – traditionell auf die Ausbildung von Fachleuten für die Language Industry ausgerichtet – seinen Fokus auf übergeordnete Fragestellungen wie die ganzheitliche Gestaltung mehrsprachiger Kommunikationsangebote oder den Zugang zu Informationen für Fremdsprachige oder Menschen mit Behinderung. Dem trägt der neue Name Rechnung, der per 1.1.2025 in Kraft getreten ist.
Anfänge ab 1946 als Dolmetscherschule Zürich
Das IMK Institut für Mehrsprachige Kommunikation blickt auf eine lange, erfolgreiche Tradition zurück und hat sich stets den zeitlichen Entwicklungen angepasst. So ist aus der Ausbildungsinstitution «Dolmetscherschule Zürich» mit der Gründung des «Institut für Übersetzen und Dolmetschen» 1999 ein Forschungs- und Ausbildungsinstitut geworden, das sich jetzt neu ausrichtet, um die Entwicklungen in der Branche der mehrsprachigen Kommunikation an vorderster Front mitzugestalten (z. B. mit Forschung zu Augmented Reality).
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PM IMK
